BÄUME PFLANZEN HOFFNUNG

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Wiederaufforstung in Malawi

KLEINE PFLANZEN

GROSSE WIRKUNG

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Im Dorf Malambo wachsen tausende neue Bäume. Sorgfältig werden die Setzlinge gehegt und gepflegt. Aus gutem Grund.

Malambo liegt im Bezirk Ntchisi im Herzen Malawis. 32 Kilometer ist das nächste Spital entfernt. Eine Strecke, die die fast 50.000 Einwohner die zum Einzugsgebiet gehören, zu Fuß zurücklegen müssen, wenn sie medizinische Hilfe benötigen. Besonders mühsam ist es für Schwangere, die ihr Kind in geschütztem Rahmen zur Welt bringen wollen. Die Menschen in Malambo haben fast nichts und waren lange auf sich alleine gestellt. Mit Hunger, mit Durst, mit Krankheiten, mit mangelnder Bildung und ihren Ängsten. Um das zu ändern, hat der Orden der Teresian Sisters in den 90er Jahren beschlossen, eine mobile Krankenversorgung anzubieten, um wenigstens die dringlichsten Bedürfnisse etwas zu lindern.

DIE GESCHICHTE DER GESUNDHEITSSTATION

In gutem Kontakt mit den Teresian Sisters beschlossen Sei So Frei und Bruder und Schwester in Not, bei dieser schweren Arbeit zusammenzuarbeiten und eine fixe Gesundheitsstation zu errichten. 2010 war es dann soweit. Das Gesundheitszentrum wurde – im Beisein des damaligen Vorarlberger Bischofs Elmar Fischer – feierlich eröffnet. Seitdem versorgt es die Menschen der 25 Dörfer der Region. Schwangere und Mütter werden rund um die Geburt betreut – von der Geburtsvorbereitung über die Begleitung der Geburt durch Hebammen bis zur Mütterberatung. Die Kleinen erhalten wichtige Impfungen, im Labor wird das Blutbild analysiert, HIV-Test werden durchgeführt und alle Kranken behandelt. Darüber hinaus hat sich das Gesundheitszentrum zu einem wichtigen Motor für das gesamte Fortkommen der bitterarmen Gegend entwickelt. Ein immer breiter gefächertes Angebot für die Familien rund um Malambo hat sich aus der Nachfrage und den Anstrengungen der Mitarbeiterinnen entwickelt. Gesundheits- und Ernährungsberatung sind ein wichtiger Teil davon geworden. Und die Zuständigkeit für Aufforstung und Wasserversorgung.

DIE SO WICHTIGE AUFFORSTUNG

Die menschlichen Grundbedürfnisse umfassen zuallererst Wasser, Nahrung und Gesundheit. Es war daher naheliegend, gemeinsam mit dem Gesundheitszentrum für sauberes Wasser zu sorgen und zur ausreichenden Ernährung der Menschen beizutragen. 2017 haben die Schwestern gemeinsam mit Sei So Frei und Bruder und Schwester in Not begonnen, Baumsetzlinge anzukaufen und rund um die Station zu pflanzen. Papayas, Avocados, Orangen, Cashews und Mangos sind inzwischen wichtige Nahrungsquellen für die Familien im Dorf. Und unverzichtbar für die Gesundheit. Sie sind nicht nur die einzige Abwechslung in einem sehr eingeschränkten Nahrungsangebot sondern auch Vitaminquelle zur Stärkung der Abwehrkräfte. Gerade an den Kindern merken wir inzwischen, wie erfreulich die Auswirkungen der Früchte auf ihre Gesundheit sind. Im Jahr 2017 konnten die ersten 300 Setzlinge gepflanzt werden, fast 2.000 waren es 2018 und über 1.000 in den Jahren 2019 und 2020. Insgesamt kann der Ort nun auf mehr als 4.500 Bäume blicken. Drei Jahre dauert es, bis geerntet werden kann.

Wir konnten diese Einrichtung nur mit Ihrer Hilfe errichten. Wir sind unglaublich dankbar für Ihre Unterstützung und freuen uns, dass wir so vielen Menschen hier eine Hilfe sein können. Bitte denken Sie weiterhin an uns.

Schwester Coletta Bester, Leiterin des Gesundheitszentrums

DIE UMFASSENDEN AUSWIRKUNGEN DER BÄUME AUF DIE MENSCHEN

Obstbäume ergänzen ganz entscheidend die Nahrungsversorgung der Menschen in Malambo. Und ermöglichen ein zusätzliches Einkommen. Die überzähligen Früchte werden auf dem Markt verkauft und sind damit Teil des Haushaltsbudgets. So kann Geld verdient und gespart werden: Um die Kinder zur Schule zu schicken, Nahrungsmittel zu kaufen oder sich im Krankheitsfall Betreuung leisten zu können. Deshalb werden die Bäume mit Leidenschaft und Hingabe gemeinsam gepflegt. Im Kampf gegen den Klimawandel kommt ihnen außerdem weltweit große Bedeutung zu: Bäume binden COund können so den Treibhauseffekt und den Anstieg der globalen Temperatur verlangsamen. Bei uns genauso wie in Malawi. Unter den Obstbäumen, im kühleren Schatten, treffen sich die Menschen in Malambo. Man lernt gemeinsam oder plaudert miteinander, man singt, spielt, betet oder rastet einfach.

DIE MENSCHEN, PFLANZEN UND DAS WASSER

All diese positiven Auswirkungen der Baum-Pflanzungen ermöglichen ein Verständnis dafür, wie wichtig sie für die Menschen vor Ort sind. Und mit welcher Sorgfalt die Setzlinge umzäunt, geschützt und gepflegt werden. Es gibt eigene dafür zuständige „Manager“, wie Felix Msipsyo und seinen Kollegen Sainan Levisoni Beneficiar. Die beiden schulen die Bewohner des Dorfes und der Umgebung in der Pflege und Handhabung der Pflanzen ein. Sie kümmern sich um die Anschaffung der Setzlinge und um das Wohlergehen dieser wertvollen Pflanzungen. Dazu braucht es natürlich Wasser. Gerade hier, in dieser knochentrockenen Gegend, wo Dürreperioden immer länger dauern und Regenzeiten immens unkontrolliert ausfallen können. Für die mehr als tausend Einwohner, das Gesundheitszentrum und die Patientinnen gibt es bis dato nur einen Brunnen mit einer von Sei So Frei und Bruder in Not mittels Spenden aus Österreich finanzierten Solar-Pumpe. Sie verteilt das Wasser über neue Wasserleitungen auf fünf stets intensiv genutzte Entnahmestellen. Der Bedarf ist jedoch weit größer. Gemeinsam haben wir uns daher das Ziel gesetzt, einen zweiten Brunnen zu graben. Für die Finanzierung des Bohrloches bitten wir um Unterstützung. Mit Ihrer Spende helfen Sie, die Gesundheitsstation, das Dorf und die Baumpflanzungen in Malambo mit Wasser zu versorgen.

AUFFORSTUNG

IN MALAWI

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Bäume als größte Chance

Ermöglichen wir gemeinsam den Menschen in Malambo und den Familien der gesamten Region, auf ihrem so steinigen und wichtigen Weg, weitere Schritte zu tun. Unterstützen Sie mit uns die Selbständigkeit der Einwohnerinnen um sich nachhaltig aus Hunger, Armut und Abhängigkeit zu befreien und würdevoll zu leben! Helfen Sie uns dabei.

Ich spende!

30 Euro finanzieren 100 Setzlinge.

Mit 80 Euro kann wichtiges Werkzeug für die Baumpflege angeschafft werden.

Mit 130 Euro kann für einen Brunnen in Malambo einen Meter tief gegraben werden.

Jeder Beitrag hilft!