Wasser für Familien in Brasilien

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Wasser sichern, Leben ermöglichen

Wasser ist Leben. Im brasilianischen Nordosten liegt eine der trockensten Regionen Südamerikas. Es regnet oft nur wenige Tage im Jahr, und viele Familien warten wochenlang auf das Wasser, das durch Leitungen oder Tankwagen kommen sollte – und doch oft ausbleibt. Wer hier lebt, kennt das ständige Abwägen: Wofür reicht das wenige Wasser? Fürs Trinken? Für ein paar Pflanzen?

Luzias Geschichte

Sobald es regnet, ist Luzia de Souza Ribeiro Gonçalves wach und füllt Flaschen, Eimer und Becken – alles, um Wasser für die nächsten Tage zu sichern. Für sie bedeutet Regen eine Chance, den Alltag ein wenig leichter zu machen. Wasserknappheit begleitet Luzia seit ihrer Kindheit, als sie mit ihrer Mutter weite Wege zur Wasserstelle ging und schwere Kanister heimtrug. In ihrer Gemeinde im Hinterland Bahias gab es lange keine Zisterne; der einzige Fluss war durch Pestizide verunreinigt.
Erst 2006 brachte eine 16.000‑Liter‑Zisterne aus dem Programm „Eine Million Zisternen“ die Wende. Seitdem kann Luzia sauberes Regenwasser speichern, die Dachrinnen pflegen und den ersten Regen ablaufen lassen, damit kein Schmutz in die Zisterne gelangt. Für sie ist Regenwasser ein Schatz: Es ermöglicht ihr, einen Garten zu bewirtschaften und Obstbäume für die Familie und den Verkauf anzupflanzen – ein Stück Sicherheit in einer Region, in der Wasser ein täglicher Kampf bleibt.

Gemeinsam Wasser sichern

Genau hier setzt die Arbeit von Sei So Frei und ihren Partnerorganisationen wie MOC, einer lokalen Organisation, die seit Jahrzehnten mit Familien im Semiárido arbeitet, an: Sie unterstützen Familien dabei, Wasser zu sichern, Hausgärten anzulegen und lokale Strukturen zu stärken. Eine zentrale Rolle spielen dabei Zisternen – große, unterirdische Speicher, die Regenwasser auffangen und über Monate verfügbar halten. Für Familien bedeutet das: Sie haben auch in langen Trockenzeiten sauberes Wasser zum Trinken, Kochen und für kleine Gärten.
Mit solchen einfachen, alltagstauglichen Lösungen – von Zisternen über soziale Technologien bis hin zu Umweltbildung – entstehen Wege, wie Menschen mit den extremen Bedingungen leben können. Denn Wasser ist nicht nur eine Ressource, sondern die Grundlage für Ernährung, Gesundheit und Zukunft.

Wasser für Familien

in Brasilien

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ICH WILL HELFEN!

Was gibt es Besseres als Regenwasser? Nichts, oder?

Landwirtin Luzia de Souza Ribeiro Gonçalves

Wasser im Kreislauf

Wasserwiederverwendung macht im Semiárido einen spürbaren Unterschied: Wer Wasser zweimal nutzt, hat schlicht mehr davon. Familien fangen Grauwasser aus Küche, Bad und Haushalt auf und leiten es über einfache, lokal angepasste Systeme zu ihren Beeten und kleinen Feldern. Dieses Wasser ist – anders als Schwarzwasser aus Toiletten – problemlos weiterverwendbar und verhindert, dass wertvolle Ressourcen ungenutzt versickern oder die Umwelt belasten.
Für Menschen wie Carlos Dantas ist das entscheidend. In der langen Trockenzeit, der kritischsten Phase des Jahres, ersetzt er einen Teil des Wassers aus seiner Zisterne durch wiederverwendetes Haushaltswasser. So bleiben Bohnen, Maniok, Kräuter und Obstbäume am Leben, selbst wenn wochenlang kein Regen fällt. Wasserwiederverwendung bedeutet für viele Familien, dass sie auch in den härtesten Monaten etwas aus ihrem eigenen Garten ernten können. Sie stärkt Ernährungssicherheit, schützt die Umwelt und macht Menschen unabhängiger von knappen und unsicheren Wasserquellen.

Bildung, die Wurzeln schlägt

Damit Wasserlösungen dauerhaft wirken, braucht es Wissen – und Menschen, die verstehen, wie man mit knappen Ressourcen verantwortungsvoll umgeht. Genau hier beginnt der zweite Pfeiler der Arbeit im brasilianischen Semiárido: im Klassenzimmer. Viele Lehrpläne sind „kolonisierend“ und spiegeln das Leben der Kinder kaum wider. Deshalb entwickeln Schulen Unterricht, der an der eigenen Realität ansetzt und Lernen mit dem Alltag verbindet. Das Bild eines Setzlings, der die Seiten eines Buches durchbricht, steht für diesen Ansatz: Bildung soll Wurzeln haben.
Wie das aussieht, zeigt die Escola Municipal João Araújo Lima. Dort arbeiten Schülerinnen und Schüler im Schulgarten und lernen praktisch, wie nachhaltiger Umgang mit Wasser funktioniert. Mit Methoden wie dem Baú de Leitura, einer Lesekiste voller Geschichten und Materialien, knüpft der Unterricht an das Wissen an, das Kinder von zu Hause mitbringen. Themen wie Identität, Herkunft und Umwelt werden mit dem Leben auf dem Land verknüpft. Dieser ganzheitliche Ansatz verbindet Wasser, Umwelt, Bildung und soziale Teilhabe – und zeigt, wie essenziell die Arbeit der Partnerorganisationen ist, die all diese Bereiche zusammendenken.

Damit kein Tropfen verloren geht und Hoffnung wachsen kann, unterstützt Sei So Frei seit vielen Jahren regionale Partnerorganisationen wie MOC und IRPAA . Wo Wasser knapp ist, verändern Zisternen, Wissen und gemeinsames Handeln das Leben ganzer Familien. Mit Ihrer Spende werden Sie Teil dieser Veränderung – und helfen Menschen im Semiárido, trotz Trockenheit ihre Lebensgrundlage zu sichern.

Wasser für Familien

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Ich Spende!

sichern einer Familie einen Tonfilter für sauberes Trinkwasser.
ermöglichen einer Familie Garten-Material für den eigenen Gemüsegarten.
finanzieren eine Zisterne zur Wasserversorgung für eine Familie.

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