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Die Schwestern des Ordens „Neues Leben zur Versöhnung“ betreiben in Gitega ein Waisenhaus, ein Mutter‑Kind‑Zentrum und weitere Einrichtungen, in denen unterernährte Kinder medizinisch betreut und mit nährstoffreichen Mahlzeiten versorgt werden. Sie begleiten junge Mütter, führen einen Kindergarten, unterstützen Pflegefamilien und ermöglichen Bildung bis zur Universität. Eine eigene Farm liefert Lebensmittel und Biogas, und Projekte wie Ziegenhaltung stärken Familien langfristig.
Insgesamt erhalten 297 Kinder Nahrung, Betreuung und Bildung – und damit eine reale Chance auf ein selbstständiges Leben.
Im Mutter‑Kind‑Zentrum in Gitega zeigt sich jeden Dienstag, wie groß die Not vieler Familien ist. Junge Mütter kommen mit ihren Babys, um deren Gesundheitszustand überprüfen zu lassen und zu lernen, wie sie ihre Kinder trotz knapper Mittel ausgewogen ernähren können. Viele wissen nicht, dass Kleinkinder mehr brauchen als Maisbrei – nämlich Eiweiß, Fett und Vitamine, die in Burundi oft kaum verfügbar sind. Die Schwestern vermitteln Grundlagen der Ernährung, zeigen einfache Rezepte und begleiten die Mütter geduldig durch den Alltag. Für viele Kinder ist diese Unterstützung lebensentscheidend, denn Unterernährung ist eine der größten Bedrohungen für ihr Wachstum und ihre Entwicklung.
Burundi liegt im Herzen Afrikas und zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Bevölkerung wächst schnell, während das Land zu den am dichtesten besiedelten Regionen des Kontinents gehört. Die meisten Menschen leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft auf winzigen Feldern, die kaum genug Ertrag bringen, um eine Familie zu ernähren. Jahrzehntelange politische Instabilität und die Folgen der Kolonialzeit haben tiefe Spuren hinterlassen. Viele Kinder leiden unter chronischer Unterernährung, Krankheiten und fehlendem Zugang zu Bildung. Diese schwierigen Rahmenbedingungen machen die Arbeit der Schwestern so wichtig – und so herausfordernd.
Im Waisenhaus der Schwestern finden rund 100 Kinder ein Zuhause, das ihnen Schutz, Geborgenheit und eine verlässliche Versorgung bietet. Viele von ihnen sind traumatisiert, manche körperlich oder geistig beeinträchtigt. Die Schwestern kümmern sich liebevoll um jedes einzelne Kind, sorgen für regelmäßige Mahlzeiten, medizinische Betreuung und einen strukturierten Alltag. Ein angeschlossener Kindergarten bereitet die Kinder spielerisch auf die Schule vor, während eine kleine Hausapotheke die wichtigsten Medikamente bereithält. In einer Nähwerkstatt stellen die Schwestern zudem wiederverwendbare Binden her – ein wichtiger Beitrag zur Hygiene für Mädchen und Frauen in der Region. Das Waisenhaus ist für viele Kinder der einzige Ort, an dem sie wirklich Kind sein dürfen.
Neben dem Waisenhaus unterstützen die Schwestern zahlreiche Pflegefamilien, die Kinder aufgenommen haben, die während der Bürgerkriege ihre Eltern verloren. Diese Familien bieten Stabilität und ein Umfeld, in dem die Kinder aufwachsen können. Die Schwestern helfen mit Schulmaterialien, übernehmen Gebühren und begleiten die Familien im Alltag. Projekte wie das Ziegenprogramm ermöglichen es Frauen, eigenes Einkommen zu erwirtschaften und ihre Lebenssituation langfristig zu verbessern. Geschichten wie jene von Juliette oder Marianne zeigen, wie viel Mut und Verantwortung diese Frauen tragen – und wie sehr die Unterstützung der Schwestern ihr Leben verändert. Für viele Kinder ist eine Pflegefamilie der erste Schritt in eine sichere Zukunft.
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Jede verwehrte Bildung ist folgenschwerer als der Krieg selbst.
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Ildephonse, Administrator der Waisenheime
Die Arbeit der Schwestern endet nicht mit dem Kindesalter. Viele junge Erwachsene, die im Waisenhaus aufgewachsen sind, werden weiterhin begleitet – bis hinein in ihre Ausbildung oder ihr Studium. Einige besuchen die Universität von Gitega, andere absolvieren eine Berufsausbildung. Trotz Stromausfällen, knapper Ressourcen und schwieriger Lebensbedingungen kämpfen sie für ihre Zukunft. Die Schwestern und ihre Mitarbeiter wissen, wie entscheidend Bildung für Burundi ist. Sie erleben täglich, wie junge Menschen Verantwortung übernehmen und zu Vorbildern werden. Besonders berührend sind Geschichten wie jene von Claude, der im Waisenhaus aufwuchs und heute als Psychologe genau dort arbeitet, wo er selbst groß geworden ist.
Die Arbeit der Schwestern wird seit vielen Jahren von Sei So Frei und der Caritas Steiermark unterstützt. Diese Hilfe ermöglicht tägliche Mahlzeiten, medizinische Versorgung und Bildung für insgesamt 297 Kinder – vom Kindergarten bis zur Universität. Trotz enormer Preissteigerungen im Land erzielen die Kinder beeindruckende schulische Erfolge. Die Unterstützung umfasst Schulmaterial, Uniformen, Gebühren und sogar Berufsausbildungen. Sie schafft Perspektiven in einem Land, in dem Chancen selten sind. Jede Spende trägt dazu bei, dass Kinder in Burundi gesund aufwachsen, lernen und eines Tages ein selbstständiges Leben führen können. Es ist Hilfe, die wirkt – sichtbar, nachhaltig und lebensverändernd.
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