Freitag 18. August 2017

Inhalt:

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Uganda:

SEI SO FREI für Bildung

 

 

Überfüllte Klassenräume


200 Kinder pro Klasse ist in vielen Teilen der Welt keine Seltenheit. Auch in den ländlichen Regionen Ugandas ist das leider die Norm - genauso wie fehlende Bänke und Tische, unbefestigter Boden, zu wenige Toiletten und baufällige Schulgebäude. Viele Kinder sitzen im Unterricht auf dem Lehmboden und schreiben auf den Knien in ihre Hefte.

 

In einem Land wie Uganda, in dem die Hälfte der Bevölkerung jünger als 14 Jahre alt ist, müsste das Schulsystem einen besonderen Stellenwert haben. Die Realität sieht anders aus. Die meisten Kinder und Jugendlichen Ugandas kommen über einen Grundschulbesuch nicht hinaus und so liegt die Analphabetenquote bei 34%. Noch schlimmer ist die Lage für Mädchen. Nur ca. 45% der weiblichen Bevölkerung über 10 Jahren sind des Lesens und Schreibens kundig. Daraus ergibt sich eine lebenslange Diskriminierung mit großer persönlicher Not.

 

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Schwere Bedingungen


Obwohl die Lehrkräfte sich engagieren, lernen viele Kinder unter diesen Umständen nie richtig lesen und schreiben. Und je höher die Schulstufe ist, desto weniger Kinder kommen zum Unterricht. Das hat mehrere Gründe: die fehlende und unzureichende Infrastruktur der Volksschulen, aber auch, dass den Eltern die Wichtigkeit von Schulbildung oft nicht bewusst ist.

 

Das liegt keineswegs an Ignoranz! Viele Erwachsene haben selbst nie eine Schule von innen gesehen. Sie erkennen den Wert des Schulbesuchs nicht, denn auf den Feldern und im Haushalt wird jede Hand gebraucht. Der geringe Lernerfolg, die Perspektivenlosigkeit und zu wenig Einkommen führen dazu, dass sie ihre Töchter und Söhne nicht zur Schule schicken. Viele Mädchen werden bald verheiratet, um sie versorgt zu wissen.

 

 

Bildung ist die Basis für Entwicklung.

 

Wenn wir den Kindern eine Chance auf eine bessere Zukunft frei von Hunger und Armut ermöglichen wollen, dürfen wir hier nicht wegsehen. Auch wenn der Bildungsbereich Aufgabe des Staates wäre, greift dieses Argument beim Blick in die Augen der Erstklässler nur schwer. Sie alle haben Potentiale und Träume. Sie werden es sein, die eines Tages die Zukunft Ugandas mitgestalten. Daher wird SEI SO FREI weiterhin gemeinsam mit der Partnerorganisation RIFO Volksschulen baulich unterstützen.

 

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In der Primary School in Kamasasa ist dies bereits geschehen: Bis Juli 2016 standen 2.000 Schulkindern gerade einmal 15 Klassenzimmer zur Verfügung! Besonders in der 1. Schulstufe war der Platzmangel unerträglich: 600 Erstklässler teilten sich 2 Klassenzimmern.

 

SEI SO FREI baute daher mit Spenden aus Österreich unter Einbindung aller Verantwortungsträger (Schulverwaltung, Unterrichtsministerium, Gemeinde- und Bezirks-

verwaltung, Eltern) ein zusätzliches Gebäude mit 6 Klassenzimmern und sorgte für die nötige Einrichtung.

 

In der St. Comboni Primary School im Dorf Kyempara I ist die Lage ähnlich angespannt. Um sie zu entschärfen, wurde im Herbst 2016 mit dem Bau von 7 Klassenzimmern begonnen. RIFO konnte die zuständigen Verwaltungsbehörden vertraglich verpflichten, mit staatlichen Mitteln 2 zusätzliche Klassenräume zu errichten. Auch dafür hat der Bau bereits begonnen. Bis Sommer 2017 werden sie fertig sein.

 

Damit neue Schulen gebaut werden können, brauchen wir Ihre Unterstützung!

 

  • 15 Euro kostet eine Palette mit 300 Ziegeln.
  • 25 Euro kostet eine Schulbank.
  • 140 Euro kostet eines der 49 benötigten Fenster.

Vielen Dank!

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Finanzierung
SEI SO FREI-Linz
Land
Uganda
Sektor
Bildung
ProjektreferentIn
Dr. Franz Hehenberger
Projektort
Kamasasa
http://seisofrei.at/