Sonntag 25. Juni 2017

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Tiroler Ärztin in Kenia erhält Romero-Preis 2016


Wien-Innsbruck, 11.10.2016 (KAP) Der mit 10.000 Euro dotierte Romero-Preis von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung Österreichs, geht heuer an die Tirolerin Ärztin Maria Schiestl. Die gebürtige Zillertalerin wird für ihren jahrelangen und unermüdlichen Einsatz für die Maasai in Kenia ausgezeichnet. In Entasekera, einem abgelegenen Ort im knapp 300 Kilometer von Nairobi entfernten Loita-Hochland, leitet die 64-Jährige seit elf Jahren ein ab den 1990er-Jahren von "Sei so frei" mit aufgebautes Krankenhaus und Bildungszentrum. Der Romero-Preis 2016, der an den 2015 von Papst Franziskus seliggesprochenen salvadorianischen Märtyrerbischof Oscar Romero (1917-1980) erinnert, wird Schiestl am 25. November bei einem Festakt im ORF-Landesstudio Tirol in Innsbruck überreicht.


1952 in Zell am Ziller geboren, war Maria Schiestl zunächst einige Jahre lang Hauptschullehrerin in Tirol. 1979 ging sie nach Kenia, wo sie in einer Mädchenschule im Maasailand tätig war, bevor sie Leitung einer Mädchenschule in Westkenia übernahm. Konfrontiert mit der schwierigen Lebenssituation vieler Maasai und der schlechten Gesundheitsversorgung, entschloss sie sich im Alter von 37 Jahren, ein Medizinstudium zu beginnen.

Nach Abschluss von Studium und Turnuszeit in Schwaz und an der Innsbrucker Uniklinik ging Schiestl 2005 zurück nach Kenia. In Entasekera hatten österreichische Ärzte dort unter schwierigsten Bedingungen mit dem Aufbau eines Gesundheits- und Bildungszentrums begonnen. "Daktari Maria", wie sie von ihren Patienten genannt wird, kümmert sich seither federführend um das mittlerweile fertiggestellte Health Care Center, das die einzige funktionierende Gesundheitseinrichtung für bis zu 27.000 Loita-Maasai in einem Umkreis von 60 Kilometern ist.

 

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Neben dem Gesundheitszentrum leitet Schiestl - seit ihrem Pensionsantritt Ende 2012 ehrenamtlich - mehrere mobile Gesundheitsteams, die Kinder, Frauen und Männer aus dem Massai-Volk in besonders entlegenen Gebieten erreichen können. Das Zentrum hat auch Spezialkliniken für Augen- und Zahnerkrankungen sowie für Tuberkulose- und HIV/Aids-Patienten.

Bei ihrer Tätigkeit erkannte Schiestl schnell, dass in der stark traditionell geprägten Gesellschaft des Loita-Maasai-Volks mehr Bewusstsein besonders für die Rechte von Frauen und Kindern und eine Gesundheitsvorsorge nur mit umfangreichen Bewusstseins-Bildungsmaßnahmen erreichbar sind. Zusätzlich zum Health Care Center wird daher in Entasekera auch ein Bildungszentrum betrieben, in dem laufend Kurse und Treffen zu Themen wie Frauenrechte, Menschenrechte, Bürgerrechte, Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Ernährung, Familienplanung, Mutter-Kind-Themen, HIV/Aids angeboten werden.

Der an den seligen Märtyrerbischof Oscar Romero (1917-1980) erinnernde Romero-Preis wird seit 1980 an Personen vergeben, die sich in herausragender Weise für Entwicklungszusammenarbeit und eine gerechte Welt einsetzen. Der Romero-Preis ist Österreichs wichtigste Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gerechtigkeit und Entwicklung in Afrika und Lateinamerika. Bisherige Preisträger waren u.a. Bischof Erwin Kräutler, die Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie oder der oberösterreichische Brasilien-Missionar Pater Josef Hehenberger.

 

Weitere Informationen zur Preisverleihung und Kartenreservierung unter:
www.seisofrei.at/romero

 

Ein gemeinsamer Kampf für das Recht auf Bildung und Schule in Guatemala


ST. PETER/GUATEMALA Obwohl es in Guatemala offiziell eine Schulpflicht gibt, haben viele Kinder am Land oft keine Chance, eine solche von innen zu sehen. Weil Bildung auch mehr Chancen bedeuten, bauen Franz Hehenberger von SEI SO FREI und die Partnerorganisation Adico Schulen für die dort lebenden Kinder.

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Dr. Franz Hehenberger in Guatemala


Das Leben in der Berggemeinde Joyabaj ist nicht einfach: Viele Familien leben von dem, was ihr kleines Stück Land hergibt und müssen mit umgerechnet 4 Euro am Tag bis zu zehn Personen ernähren. Dass da jede helfende Hand gefragt ist und die Frage nach einer vernünftigen Schulbildung erst dann gestellt wird, wenn alle satt sind, liegt auf der Hand. „Obwohl das Leben hier verhältnismäßig günstig ist, geht es sich oft nicht aus“, berichtet Franz Hehenberger, Geschäftsführer von SEI SO FREI der Diözese Linz über seine Besuche. In den kargen ländlichen Regionen von Guatemala fehlen oft die Voraussetzungen, dass Kinder lesen, schreiben, rechnen und die Amtssprache Spanisch erlernen können. Denn dafür fehlt oft das Verständnis der Eltern, ihren Nachwuchs nicht zur Haus- oder Feldarbeit einzusetzen, sondern ihnen eine Zukunft zu bieten. Neben motivierten Lehrkräften, die es als ihre Berufung sehen, in dieser Gegend zu arbeiten, braucht es auch eine funktionierende Infrastruktur.


Drei Schulen 2016 eröffnet


Mit den Spenden aus dem Bundesland baut SEI SO FREI daher kleine Schulen. Heuer konnten Hehenberger und sein Team drei Volksschulen in den Dörfern San Antonio Las Flores, Xecrùz und Catoyac I eröffnen. Hehenberger: „Dank der verbesserten Infrastruktur besuchen immer mehr Kinder den Unterricht – häufig bis zur sechsten Klasse. Die Familien werden außerdem mit Schulmaterial, Kleidung und Schuhen für die Kinder unterstützt.

 

(Aus: https://www.tips.at/news/st-peter-wimberg/land-leute/369756-entwicklungshilfe-ein-gemeinsame-kampf-fuer-das-recht-auf-bildung-und-schule)

ChristophorusSonntag bei der MIVA

Rund 400 Besucher bei der Messfeier

 

Stadl-Paura. Den Höhepunkt der ChristophorusAktion 2016 feierte die MIVA Austria (Projektpartnerin von SEI SO FREI) traditioneller Weise vor dem ChristophorusHaus in Stadl-Paura. Es wurde ein Festgottesdienst mit Gästen aus aller Welt gefeiert. Im Anschluss an die Messe wurde eine eigens gestaltete Kinderfahrzeugsegnung abgehalten, von der auch Ehrengast Landdeshauptmann Dr. Josef Pühringer sichtlich begeistert war. Freilich wurden auch die Fahrzeuge der „großen Besucher“ gesegnet, dieses Jahr von MIVA-Präsident Dr. Adolf Trawöger.

Mag. (FH) Christine Parzer – die Geschäftsführerin der MIVA – bekam nach der Messe zwei Schecks überreicht. Sie durfte sich über € 3.000,- von der Sparkasse Oberösterreich und über € 14.625,- vom Verein der Oberösterreicher in Wien freuen. Bei der Spende des Vereins der Oberösterreicher handelt es sich um den Erlös des Ball der Oberösterreicher, der im Jänner in Wien stattfand. Die Summe wird einem Ambulanzprojekt in Äthiopien zugutekommen. Der diesbezügliche Scheck wurde von Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber im Beisein von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überreicht. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit der Arbeit der MIVA und vor allem die große Relevanz von Mobilität in den ärmsten Ländern der Welt.

 

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Als weitere Ehrengäste waren Kommerzialrat Friedrich Frey und sein Sohn, Dr. Friedrich Frey, Geschäftsführer von Toyota Frey Austria, vertreten. Toyota Frey und die MIVA Austria verbindet seit beinahe 40 Jahren eine sehr gute Partnerschaft.

Im Anschluss an den offiziellen Teil genossen die Gäste den gemütlichen Frühschoppen bei Grillerei und Blasmusik. Auch die Kinder kamen auf ihre Rechnung, es gab eine Kinderfahrzeugsegnung!

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Luis Zambrano: Hilfe für die Armen in Peru

 

Im Hochland der Anden, in der Stadt Puno, setzen sich der Befreiungstheologe Luis Zambrano und die SEI SO FREI-Partnerorganisation FEDERH für Menschenrechte mittelloser Indigenas ein. Ausgehend vom christlichen Glauben und der andinen Kultur fördert und verteidigt FEDERH ( Fe y Derechos Humanos-> Glaube und Menschenrechte) das Leben und die menschliche Würde der indigener Bevölkerung. Durch die Zusammenarbeit mit SEI SO FREI können Rechtshilfebeistand geleistet und Umweltprojekte realisiert werden.


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Den gebürtigen „Flachländer“ aus Ica, das im Küstengebiet Perus liegt, hat es in das zum einen raue, aber zum anderen wunderschöne Hochland verschlagen: „Obwohl mir Kälte und die Höhenlage oft zusetzen, preise ich Gott täglich dafür, dass ich seit mehr als 30 Jahren meines Lebens hier verbringen darf.“

Sein erstes Projekt in Puno startete Pfarrer Zambrano 1982, als er zum ersten Mal in die Stadt am Titicacasee kam. Er lief am Tor des Bischossitzes Pablo Sosa vorbei und sah einen schlafenden Mann davor liegen. Der Geistliche fragte sich, „warum bauen wir nicht eine Herberge für die Menschen, die auf den Straßen schlafen?“


Luis Zambrano ist kein zögerlicher Mann und setzte seine Idee ganz schnell in konkrete Pläne und schließlich in die Realität um. Da seine Priesterweihe vor der Tür stand und ihn Freunde fragten, womit sie ihm, passend zu diesem Ereignis, eine Freude bereiten könnten, bat der angehende Pfarrer um Geld statt Geschenke. Geld, das er direkt wieder in den Kauf einer Herberge für Obdachlose investieren könnte.

Gesagt, getan und ein Zuhause für viele obdachlose Menschen in Puno wurde gekauft.

 

Der engagierte Mann ergreift immer wieder das Wort, wenn es um die Wahrung der Menschenrechte geht und die Ursachen von Armut und Ausbeutung: „Unser Wort ist eine Stimme der festen Hoffnung darauf, dass wir durch unsere Gemeinschaft und die Kraft Christi eine menschlichere Welt bauen werden.“


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Wir kämpfen an der Seite von den Armen in Brasilien.


Romero-Preisträger 2014, Frei Anastácio Ribeiro, ist Mitgründer der CPT-Paraiba, die „Kommission für Landpastoral in Brasilien“, die sich für Landlosen einsetzt. Land für Landlose in Brasilien – dafür kämpft Frei Anastácio Ribeiro seit vier Jahrzehnten. Der Franziskanerpater arbeitet mit Landarbeitern, Kleinbauernfamilien und Landlosen.

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Welche ist die Aufgabe der CPT?

Brasilien ist das größte Land Südamerikas und sehr ungleich verteilt, viele kleinen Bauerinnen und Bauern, die kein Land besitzen, haben keine Alternative als Landflächen zu besetzen, die nicht genutzt werden. Die auf die Kolonialzeit zurückgehende ungerechte Landverteilung ist ein Grund für die Armut und den Hunger großer Bevölkerungsteile.  Die Großgrundbesitzer gehen mit Gewalt gegen die armen Kleinbauerinnen und -bauern vor. Die CPT informiert die landlosen Bäuerinnen und Bauern über ihre Rechte und begleitet sie.

 

Welche sind die Herausforderungen Ihrer Arbeit?

Dreimal bin ich schon verhaftet worden. Derzeit habe ich 22 Prozesse am Hals. Einschüchtern lasse ich mich davon nicht. In Paraíba leben heute 20.000 Familien in Siedlungen die durch unseren gewaltfreien Kampf um Land entstanden sind. Es führt aber kein Weg an einer Agrarreform für eine nachhaltige, familiäre Landwirtschaft vorbei. Insgesamt brauchen wir eine neue Verfassung mit Reformen im Wahlsystem und vor allem im Bildungs- und Gesundheitswesen. Die Bischofskonferenz setzt sich mit verschiedenen Partnern in einer Kampagne für eine vom Volk erarbeitete Verfassung ein.
Die Proteste zur Zeit in Brasilien sind das beste Beispiel, dass so eine Verfassung notwendig ist.


Eine einfache Aufgabe?

Kämpfen an der Seite von den Armen in Brasilien ist nicht immer leicht. Es ist ein mühsamer Weg, denn Korruption ist ein alltägliches Problem. Doch der Einsatz der CPT mit und für die Landlosen hat sich gelohnt: nur im Bundesstaat Paraiba wurden bereits mehr als 200 Gebiete den Kleinbäuerinnen und –bauern zugesprochen. Neue Siedlungen entstehen, die als Basis die Landwirtschaft haben. Hier versuchen wir den Familien zu helfen, wir unterstützen sie wirtschaftlich damit sie ihre Produkte verkaufen können und helfen beim Bau von Schulen für die Kinder.


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Tansania: Veränderungen sind machbar und geben Hoffnung

In Veronica Mairas kleiner Lehmhütte in einem kleinen Dorf in der Nähe des Viktoria Sees in Tansania war oftmals keine Schale Getreide vorrätig. Immer wieder hatte die andauernde Dürre in Tansania ihre Ernte vernichtet. Ein anderes Mal rissen gewaltige Niederschläge die Pflänzchen mit sich.

 

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Projektpartnerin Saria Anderson im Gespräch mit Veronica Maira und Nachabarin

 

„Wir hatten gar nichts zum Leben“, sagt Veronica. Gar nichts, das bedeutete Hunger. Nicht nur einmal dachte sie daran, ihre Heimat zu verlassen. Das war vor 15 Jahren. Damals startete das Landwirtschafts- und Dorfentwicklungsprogramm von SEI SO FREI mit der Partnerorganisation VIFAFI. Die Hilfe fiel auf fruchtbaren Boden: Mit Unterstützung aus Österreich haben 3.600 Familien in der bitterarmen Mara-Region gelernt, wie sie trotz schwierigster klimatischer Bedingungen kleine Erträge erwirtschaften und ein gutes Leben in ihrer Heimat führen können.

Wenn Hilfe auf fruchtbaren Boden fällt, wächst auch die Hoffnung. Denn der Erfolg dieses
Projekts hat in den Menschen der Umgebung die Sehnsucht geweckt, es gleichzutun.
Deshalb gibt es seit Anfang des Jahres ein Nachfolgeprojekt in der benachbarten Region. Auch hier ist die extreme Trockenheit, die mit sintflutartigen Regenfällen wechselt, die Hauptursache für Hunger und Not. Und es fehlt an Bildung, Kleinkrediten und Werkzeug.
Doch es gibt Hilfe. Es gibt Erfahrung. Und Hoffnung, die Kreise zieht!

 

"Es ist schwer vorstellbar, was die ständige Sorge um die eigene Existenz und die der Kinder bedeutet. Die Sehnsucht der Menschen nach Hilfe ist groß. Deshalb freue ich mich, nun auch das neue Projekt in Tansania zu begleiten. Wir haben gesehen: Mit dem
richtigen Wissen und dem nötigen Werkzeug ist ein Leben ohne Hunger möglich..
Doch noch gibt es wenig, um darauf aufzubauen", so Saria Amillen Anderson, Projektleiterin und Romero-Preisträgerin 2010

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Padre Helmut Nagorziansky in Olón

 

unknownGemeinsam mit Padre Othmar, der Gründer der Pfarre am Pazifischen Ozean Ecuadors, hat Padre Helmut Nagorziansky verschiedene Aufgaben zu erfüllen: "Die Sorge um geistliche Berufe hat mich ja das ganze Jahr 2015 sehr beschäftigt, so hatten wir wieder einen Besinnungstag und auch ein wochenende". Diese fanden in drei verschiedenen Pfarren statt, insgesamt waren 92 Jugendliche dabei, Burschen und Mädchen. Wir versuchen, die Berufung zu stärken."



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Außerdem ist P. Helmut Nagorziansky, weiterhin in der Erhaltung und Bau der Schule in Daule involviert.


Es sind viele Projekte, die Padre Helmut Nagorziansky in Ecuadorbis dato  angepackt und umgesetzt hat. Als er 1987 von Wien nach Ecuador kam, hat er beim Besuch etlicher armer Familien gesehen, dass sie großteils „ganz fürchterlich hausten; mit Palmenblättern als Dach, wo es immer wieder hereingeregnet hat. Das war vor allem in der Regenzeit und im Winter ein großes Problem und führte zu Krankheiten. Da musste ich helfen“, so der Padre. Im Zuge seiner fast 30-jährigen Missionarstätigkeit sorgte er u. a. dafür, hunderte Häuser zu überdachen und zu bauen und ein Altenwohnheim und eine Schule zu errichten. Freunde und Organisationen wie SEI SO FREI haben ihn dabei unterstützt.
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