Freitag 18. August 2017

Inhalt:

SEI SO FREI und KOO begrüßen Augenmerk der Entwicklungszusammenarbeit auf Fluchtursachen, sie fordern Differenzierung und Einbindung der Zivilgesellschaft

 

Der Ministerrat hat im Dezember 2016 eine aktualisierte Version des Dreijahresprogramms für Entwicklungspolitik von 2016 bis 2018 verabschiedet. Darin schreibt die Regierung eine Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit (EZA) an Maßnahmen zur "Bekämpfung der Ursachen von Migration" fest. "Die Förderung von Frieden, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratisierung und Entwicklung ist gerade in Post-Konfliktländern und -regionen unverzichtbar, um den Wurzeln von Radikalisierung, gewaltbereitem Extremismus und terroristischer Rekrutierung entgegenzuwirken", heißt es in dem Text. Dabei sei "auch die funktionierende Anwendung von Rückübernahmeabkommen mit Österreich zu berücksichtigen".

 

Heinz Hödl, Geschäftsführer der Österreichischen Bischofskonferenz für internationale Entwicklung und Mission begrüßt das verstärkte Augenmerk auf „Fluchtursachen“ und „Hilfe vor Ort“: „Ich freue mich über die Anerkennung von Humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit als wichtige Handlungsfelder und die damit verbundene Aufstockung der Mittel. Gleichzeitig warne ich vor einer Verkürzung von Wirkungsketten, die der komplexen Realität nicht gerecht wird, und vor einer möglichen Instrumentalisierung der Entwicklungszusammenarbeit für Interessen der Sicherheits- und Migrationspolitik.“


KOO Position zu Flucht, Migration und Entwicklung


Vor dem Hintergrund der Debatten zum Thema „Fluchtursachen bekämpfen“, präsentiert die KOO Fakten, Lösungsansätze und Grenzen. Fazit: Entwicklungszusammenarbeit und -politik leistet einen wichtigen Beitrag: Dort, wo ein menschenwürdiges Leben, soziale und politische Sicherheit gewährleistet sind, müssen sich weniger Menschen auf den Weg machen und Migration wird zu einer Möglichkeit unter vielen und nicht zu einer Notwendigkeit.


Menschenrechte, Schutz und Sicherheit müssen vom Herkunftsland, entlang der Fluchtwege und im Aufnahmeland im Zentrum stehen. Das Recht auf Schutz für Flüchtlinge entsprechend den Vorgaben der Genfer Konvention muss durch legale Wege z.B. durch Resettlement sichergestellt werden.
Für die Schwerpunktsetzung der Österreichische EZA müssen die SDGs und die in EZA Gesetz und Dreijahresprogramm festgelegten Prinzipien und Schwerpunkte als Richtschnur dienen.


Zu diesem zusätzlichen Schwerpunkt sollte ein strategisches Dokument unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft erarbeitet werden. Denn vor Aktivitäten in Konfliktregionen und der Auswahl von Kooperationspartnern ist eine differenzierte sachliche Analyse notwendig, um mögliche Auswirkungen auf den Konflikt zu berücksichtigen.


Die Förderung der Zivilgesellschaft einschließlich des Sicherstellens von Mitsprachemöglichkeiten sowie Konfliktprävention und friedensbildende Maßnahmen unter Einbindung von Frauen soll verstärkt werden.

 

 

20 Jahre SEI SO FREI Oberösterreich und 200 Jahre "Stille Nacht" in Bad Schallerbach

 

Am 21.12.2016 feierten 650 Gäste beim Festakt mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Bischof Dr. Manfred Scheuer und SEI SO FREI-Projektpartnerin Saria Amillen Anderson aus Tansania. Auch die Sportlerinnen Bettina Plank (Karate-WM Bronze 2017) und Theresia Kiesl (Olympia 1500m Bronze 1996) gratulierten SEI SO FREI.

 

Vor 200 Jahren verfasste Joseph Mohr „Stille Nacht“ in Form eines Gedichts, das zwei Jahre später vertont wurde. Seitdem geht das Lied um die Welt und wird in mehr als 300 Sprachen gesungen.

20 Jahre ist es her, dass die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung „Bruder in Not“ unter dem Namen SEI SO FREI Spenden für nachhaltige Projekte in Afrika und Lateinamerika sammelt.

"Der Name SEI SO FREI drückt am besten aus, wofür wir stehen: die Menschen in unseren Partnerländern in Lateinamerika und Afrika aus Armut und Unterdrückung zu befreien“, so Dr. Franz Gütlbauer, Vorsitzender von SEI SO FREI Oberösterreich.

 

Das Konzert der St. Florianer Sängerknaben mit Alois Mühlbacher und dem Venida Quartett rundete die weihnachtliche Jubiläumsveranstaltung ab.

 

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(v.l.n.r.) LH Josef Pühringer, Bischof Manfred Scheuer,
OÖ SEI SO FREI-Vorsitzender Franz Gütlbauer mit Moderator Klaus Obereder

 

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Bettina Blank (mitte) und Theresia Kiesl (rechts) wünschten SEI SO FREI alles Gute!

 

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Projektpartnerin und Romero-Preisträgerin Saria Amillen

Anderson (mitte) mit Projektreferentin Ruth Lummerstorfer (rechts)

 

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St. Florianer Sängerknaben und das Venida Quartett

 


SEI SO FREI Nikolaus 2016

SEI SO FREI wirbt mit dem Nikolaus in ganz Österreich für die Adventsammlung, die Entwicklungsprojekten in Kenia zugute kommt. Als kleines Dankeschön übergab er den Besuchten fair gehandelte Nikolaus-Schokolade der EZA. Adressaten des Nikolaus waren u.a. der zweite Nationalratspräsident Karlheinz Kopf, Grünen-Chefin Eva Glawischnig und SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr. In Oberösterreich standen Landeshauptmann Josef Pühringer, der Linzer Bürgermeister Klaus Luger und Bischof Manfred Scheuer auf seiner Besuchsliste. In Salzburg war er mit Salzburg Bürgermeister-Stellvertreterin Anja Hagenauer unterwegs. In Eisenstadt u.a. beim Bischof Zsifkovics -> Zur Fotogalerie

 

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SEI SO FREI bei der Karate-WM in Linz

 

"Karate ist nicht nur ein Sport, sondern eine Lebensphilosophie", erklärt Hans-Werner Streicher, Chef des WM-Organisationskomitees. Daher sind die fünf Bewerbstage den zentralen Mottos des Karate gewidmet.

 

Bei der Organisation dieses sportlichen Großereignisses als "Green Event" wird auch auf ökologische Stromversorgung, die weitgehende Nutzung des öffentlichen Verkehrs und bio-regionales Catering Wert gelegt.

 

Nachhaltigkeit und globale Verantwortung spiegeln sich in den Werten von SEI SO FREI und der Katholischen Männerbewegung wider. Mit unserer Firma der EZA Fairer Handel GmbH waren wir als Kooperationspartner des Caterings mit dabei.

 

An unserem Verkaufsstand schenkten wir EZA-Kaffee aus und verkauften bio-faire Schokoladen und Knabbereien. Interessierten gaben wir gerne Einblicke in die Projekte und die Philosophie von SEI SO FREI. Wir haben uns auf viele Besucherinnen und Besucher gefreut!

 

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Tiroler Ärztin in Kenia erhält Romero-Preis 2016


Wien-Innsbruck, 11.10.2016 (KAP) Der mit 10.000 Euro dotierte Romero-Preis von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung Österreichs, geht heuer an die Tirolerin Ärztin Maria Schiestl. Die gebürtige Zillertalerin wird für ihren jahrelangen und unermüdlichen Einsatz für die Maasai in Kenia ausgezeichnet. In Entasekera, einem abgelegenen Ort im knapp 300 Kilometer von Nairobi entfernten Loita-Hochland, leitet die 64-Jährige seit elf Jahren ein ab den 1990er-Jahren von "Sei so frei" mit aufgebautes Krankenhaus und Bildungszentrum. Der Romero-Preis 2016, der an den 2015 von Papst Franziskus seliggesprochenen salvadorianischen Märtyrerbischof Oscar Romero (1917-1980) erinnert, wird Schiestl am 25. November bei einem Festakt im ORF-Landesstudio Tirol in Innsbruck überreicht.


1952 in Zell am Ziller geboren, war Maria Schiestl zunächst einige Jahre lang Hauptschullehrerin in Tirol. 1979 ging sie nach Kenia, wo sie in einer Mädchenschule im Maasailand tätig war, bevor sie Leitung einer Mädchenschule in Westkenia übernahm. Konfrontiert mit der schwierigen Lebenssituation vieler Maasai und der schlechten Gesundheitsversorgung, entschloss sie sich im Alter von 37 Jahren, ein Medizinstudium zu beginnen.

Nach Abschluss von Studium und Turnuszeit in Schwaz und an der Innsbrucker Uniklinik ging Schiestl 2005 zurück nach Kenia. In Entasekera hatten österreichische Ärzte dort unter schwierigsten Bedingungen mit dem Aufbau eines Gesundheits- und Bildungszentrums begonnen. "Daktari Maria", wie sie von ihren Patienten genannt wird, kümmert sich seither federführend um das mittlerweile fertiggestellte Health Care Center, das die einzige funktionierende Gesundheitseinrichtung für bis zu 27.000 Loita-Maasai in einem Umkreis von 60 Kilometern ist.

 

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Neben dem Gesundheitszentrum leitet Schiestl - seit ihrem Pensionsantritt Ende 2012 ehrenamtlich - mehrere mobile Gesundheitsteams, die Kinder, Frauen und Männer aus dem Massai-Volk in besonders entlegenen Gebieten erreichen können. Das Zentrum hat auch Spezialkliniken für Augen- und Zahnerkrankungen sowie für Tuberkulose- und HIV/Aids-Patienten.

Bei ihrer Tätigkeit erkannte Schiestl schnell, dass in der stark traditionell geprägten Gesellschaft des Loita-Maasai-Volks mehr Bewusstsein besonders für die Rechte von Frauen und Kindern und eine Gesundheitsvorsorge nur mit umfangreichen Bewusstseins-Bildungsmaßnahmen erreichbar sind. Zusätzlich zum Health Care Center wird daher in Entasekera auch ein Bildungszentrum betrieben, in dem laufend Kurse und Treffen zu Themen wie Frauenrechte, Menschenrechte, Bürgerrechte, Gesundheitsvorsorge, Hygiene, Ernährung, Familienplanung, Mutter-Kind-Themen, HIV/Aids angeboten werden.

Der an den seligen Märtyrerbischof Oscar Romero (1917-1980) erinnernde Romero-Preis wird seit 1980 an Personen vergeben, die sich in herausragender Weise für Entwicklungszusammenarbeit und eine gerechte Welt einsetzen. Der Romero-Preis ist Österreichs wichtigste Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gerechtigkeit und Entwicklung in Afrika und Lateinamerika. Bisherige Preisträger waren u.a. Bischof Erwin Kräutler, die Menschenrechtsaktivistin Waris Dirie oder der oberösterreichische Brasilien-Missionar Pater Josef Hehenberger.

 

Weitere Informationen zur Preisverleihung und Kartenreservierung unter:
www.seisofrei.at/romero

 

Ein gemeinsamer Kampf für das Recht auf Bildung und Schule in Guatemala


ST. PETER/GUATEMALA Obwohl es in Guatemala offiziell eine Schulpflicht gibt, haben viele Kinder am Land oft keine Chance, eine solche von innen zu sehen. Weil Bildung auch mehr Chancen bedeuten, bauen Franz Hehenberger von SEI SO FREI und die Partnerorganisation Adico Schulen für die dort lebenden Kinder.

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Dr. Franz Hehenberger in Guatemala


Das Leben in der Berggemeinde Joyabaj ist nicht einfach: Viele Familien leben von dem, was ihr kleines Stück Land hergibt und müssen mit umgerechnet 4 Euro am Tag bis zu zehn Personen ernähren. Dass da jede helfende Hand gefragt ist und die Frage nach einer vernünftigen Schulbildung erst dann gestellt wird, wenn alle satt sind, liegt auf der Hand. „Obwohl das Leben hier verhältnismäßig günstig ist, geht es sich oft nicht aus“, berichtet Franz Hehenberger, Geschäftsführer von SEI SO FREI der Diözese Linz über seine Besuche. In den kargen ländlichen Regionen von Guatemala fehlen oft die Voraussetzungen, dass Kinder lesen, schreiben, rechnen und die Amtssprache Spanisch erlernen können. Denn dafür fehlt oft das Verständnis der Eltern, ihren Nachwuchs nicht zur Haus- oder Feldarbeit einzusetzen, sondern ihnen eine Zukunft zu bieten. Neben motivierten Lehrkräften, die es als ihre Berufung sehen, in dieser Gegend zu arbeiten, braucht es auch eine funktionierende Infrastruktur.


Drei Schulen 2016 eröffnet


Mit den Spenden aus dem Bundesland baut SEI SO FREI daher kleine Schulen. Heuer konnten Hehenberger und sein Team drei Volksschulen in den Dörfern San Antonio Las Flores, Xecrùz und Catoyac I eröffnen. Hehenberger: „Dank der verbesserten Infrastruktur besuchen immer mehr Kinder den Unterricht – häufig bis zur sechsten Klasse. Die Familien werden außerdem mit Schulmaterial, Kleidung und Schuhen für die Kinder unterstützt.

 

(Aus: https://www.tips.at/news/st-peter-wimberg/land-leute/369756-entwicklungshilfe-ein-gemeinsame-kampf-fuer-das-recht-auf-bildung-und-schule)

ChristophorusSonntag bei der MIVA

Rund 400 Besucher bei der Messfeier

 

Stadl-Paura. Den Höhepunkt der ChristophorusAktion 2016 feierte die MIVA Austria (Projektpartnerin von SEI SO FREI) traditioneller Weise vor dem ChristophorusHaus in Stadl-Paura. Es wurde ein Festgottesdienst mit Gästen aus aller Welt gefeiert. Im Anschluss an die Messe wurde eine eigens gestaltete Kinderfahrzeugsegnung abgehalten, von der auch Ehrengast Landdeshauptmann Dr. Josef Pühringer sichtlich begeistert war. Freilich wurden auch die Fahrzeuge der „großen Besucher“ gesegnet, dieses Jahr von MIVA-Präsident Dr. Adolf Trawöger.

Mag. (FH) Christine Parzer – die Geschäftsführerin der MIVA – bekam nach der Messe zwei Schecks überreicht. Sie durfte sich über € 3.000,- von der Sparkasse Oberösterreich und über € 14.625,- vom Verein der Oberösterreicher in Wien freuen. Bei der Spende des Vereins der Oberösterreicher handelt es sich um den Erlös des Ball der Oberösterreicher, der im Jänner in Wien stattfand. Die Summe wird einem Ambulanzprojekt in Äthiopien zugutekommen. Der diesbezügliche Scheck wurde von Bezirkshauptmann Dr. Josef Gruber im Beisein von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer überreicht. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit der Arbeit der MIVA und vor allem die große Relevanz von Mobilität in den ärmsten Ländern der Welt.

 

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Als weitere Ehrengäste waren Kommerzialrat Friedrich Frey und sein Sohn, Dr. Friedrich Frey, Geschäftsführer von Toyota Frey Austria, vertreten. Toyota Frey und die MIVA Austria verbindet seit beinahe 40 Jahren eine sehr gute Partnerschaft.

Im Anschluss an den offiziellen Teil genossen die Gäste den gemütlichen Frühschoppen bei Grillerei und Blasmusik. Auch die Kinder kamen auf ihre Rechnung, es gab eine Kinderfahrzeugsegnung!

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