Dienstag 19. März 2019

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Befreiungstheologe Casaldaliga wird 90

unknownBrasilia, 13.02.2018 (KAP/KNA) Der spanische Befreiungstheologe und emeritierte Bischof Pedro Casaldaliga wird am Freitag 90 Jahre alt. Er setzt sich seit Jahrzehnten für die Landrechte des indigenen Xervantes-Volkes ein, das seit den 1960er Jahren für eine Rückgabe ihres traditionellen Siedlungslandes im nordbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso kämpft. In Österreich wurde der Bischof 1989 für sein Engagement mit dem Romero-Preis von SEI SO FREI ausgezeichnet.

Casaldaliga ist neben Leonardo Boff der prominenteste Vertreter der Befreiungstheologie in Brasilien. Nur wenige Jahre nach Beginn der Militärdiktatur in Brasilien (1964-1985) wurde der 1928 bei Barcelona geborene Priester des Claretiner-Ordens in die Amazonasregion geschickt. Casaldaliga wurde bald durch sein Engagement für die Belange der armen Bauern, der Landlosen und der Indigenen bekannt. Mehrere Male versuchten die damals herrschenden Militärs, ihn auszuweisen.

Seine Unterstützung für die Befreiungstheologie Mittelamerikas, vor allem für die revolutionäre Bewegung in Nicaragua, brachte Casaldaliga, der ab 1970 an der Spitze der Prälatur Sao Felix stand, in den 1980er-Jahren in Konflikt mit dem Vatikan. So musste der Bischof 1988 in Rom beim damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, Bericht erstatten.

Internationale Anerkennung erlangte Casaldaliga durch zahlreiche Publikationen, darunter auch Gedichtbände. Anfang 2005 nahm Papst Johannes Paul II. sein Rücktrittsgesuch als Leiter der Prälatur Sao Felix an.

Casaldaliga leidet seit Jahren an Parkinson. Wegen Morddrohungen in Brasilien tauchte er im Dezember 2012 für drei Wochen unter. Regierungsbehörden hatten Informationen über einen geplanten Anschlag erhalten. Kurz zuvor hatte ihm die damalige Staatspräsidentin Dilma Rousseff einen wichtigen Menschenrechtspreis zugesprochen.

Besuch beim Nuntius

Gemeinsam mit unserem SEI SO FREI Projektpartner Exzellenz Bischof Samson Shukardin besuchten wir  seine Exzellenz Dr. Peter Stephan Zurbriggen in der Apostolischen Nuntiatur in Wien. Der Apostolische Nuntius begrüßte uns sehr freundlich und interessierte sich über die Entwicklungspolitische Aktionen der KMB - SEI SO FREI – in Pakistan  und in anderen Ländern. Er war von unserem Schulprojekt in Pakistan und der konkrete Projektarbeit vor Ort sehr angetan und betonte die Wichtigkeit solcher Projekte.

 

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Papst auf der Seite der Indigenen

Der Befreiungstheologe Luis Zambrano über den Besuch von Franziskus in Peru. SEI SO FREI-Referent Thomas Klamminger interviewte unseren langjähirgen Projektpartner. Die Wochenzeitung die Furche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe (01.02.2018):

 

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Als PDF-Datei downloaden: Furche Artikel Zambrano.pdf

Hauptrojekt 2017: "Stern der Hoffnung in Uganda"

SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, sammelte im Dezember 2017 Spenden für Entwicklungsprojekte in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas. Mit Ihrer Unterstützung konnte dort schon in den letzten Jahrzehnten das Leben tausender Menschen zum Besseren gewendet und nachhaltige Hilfe geleistet werden.

 

Tausende KMB-Mitglieder und HelferInnen trugen diese Aktion durch ihr ehrenamtliches Engagement mit. Vielen herzlichen Dank!


Die Kinder in Uganda sagen: vielen Dank für Ihre Spende!

 

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Eindrücke aus Westafrika

 

Eindrücke, Eindrücke, Eindrücke ...

 

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Gestern ging es auf der Fahrt nach Kampala zunächst zu einem von ca. 12.000 Klein(st)Bauern, die in den Ländern rund um den Viktoriasee im Projekt "Enabling Rural Innovation" (http://www.horizont3000.org/eastafrica) von HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, in der kirchliche Hilfsorgnisationen wie  SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung u.a.m. zusammenarbeiten. Schön, wie sich der 26-jährige dazu entschlossen hat, am Land zu bleiben und nicht in die Stadt zu ziehen und dort zu versuchen schnell Geld zu machen. In 3 Jahren hat er sich mit diesem Programm biologischem Landbau verschrieben und voller Stolz uns auf seinem Grund herumgeführt. Mittlerweile trainiert er schon andere darin, auf diese Art Landwirtschaft zu betreiben. - Danach ging es auf die "1. farmer fare" der Enabling Rural Innovation: beeindruckend, wie sich dort die unterschiedlichen Bauerngruppen engagiert ausgetauscht und ihre Erfahrungen miteinander geteilt haben - ohne vollständig zu sein: Caritas, Kolping, YWCA u.a. christliche Organisationen sind mit in diesem Projekt engagiert.

 

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Auch wenn es nicht schnell sichtbar ist, dass Projekte von unseren Entwicklungszusammenarbeits-Organisationen greifen (es wird diese eben mit den Betroffenen auf Augenhöhe entwickelt), so sind diese nachhaltig angelegt. Und damit wird Menschen vor Ort Hoffnung gegeben.

 

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Am Sonntag gab es ein großes Pfarrfest in Kagoma Parish aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Pfarre [und des 50-Jahr-Jubiläums der Diözese] mit einer großen afrikanischen Liturige mit über 2.000 Mitfeiernden, perfekter Organisation [so etwa hat der Party- und Cateringservice knapp 24 Stunden gekocht, um alle zu versorgen], das mit einem Festakt und hernach im kleinen Kreis - viele Priester, die in der Pfarre tätig gewesen waren, sind gekommen, bis in die Nacht hinein andauerte.

 

Bischof Wilhelm Krautwaschl

Papst soll den Frieden näher bringen

 

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Weitere Informationen: www.seisofrei.at/moises

KMBÖ: Erzbischof Romero Vorbild für katholische Männer

 

Am 15. August 2017 wäre der Selige Oscar Arnulfo Romero 100 Jahre alt geworden. Die Katholische Männerbewegung und ihre entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI benannten ihm zu Ehren ihren Preis für Einsatz für Gerechtigkeit und Menschenwürde.

 

 

unknownErzbischof Romero: Vorbild für Männer

 

„Erzbischof Romero war die Stimme der Armen in El Salvador und einer der bedeutendsten Kirchenmänner Lateinamerikas. Romero wurde ermordet, weil er sich für das Volk und für die vom Volk geforderte soziale Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Er ist  weltweit zu einem Symbol für eine von der Theologie der Befreiung inspirierte und für die Armen  engagierte Kirche geworden. Aus diesem Grund sollte er ein Vorbild für jeden katholischen Mann sein“, so DI Dr Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs.

 

Romero-Preis zu Ehren Romeros

 

Im Gedenken an den Seligen Bischof Romero vergibt SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung Österreichs, seit 1981 den Romero-Preis an jene Personen, die sich unter Einsatz ihres Lebens für Gerechtigkeit und die Würde der  Menschen einsetzen. „Diese besonderen Menschen teilen das Schicksal mit den Armen, den Entrechteten, Vergessenen und Gedemütigten dieser Erde. Durch diesen Preis ehren wir Romero und hoffen, dass durch die Vergabe des Preises das Wirken Romeros und die Arbeit der Preisträger in der Öffentlichkeit noch besser bekannt werden“, so Wimmer.

 

Romero-Preisträger Altbischof Kräutler

 

„Romero wurde erschossen, weil er sich für seine Mitmenschen, für sein Volk, eingesetzt hat“, meint der emeritierte Bischof Erwin Kräutler. Wie Oscar Romero steht auch der austrobrasilianische Bischof auf einer Todesliste, weil er sich seit Jahrzehnten für die Rechte der indigenen Bevölkerung und gegen die Zerstörung des Amazonasgebiets einsetzt. Für seinen Einsatz bekam Kräutler im Jahr 1987 den Romero-Preis. Weitere Preisträgerinnen und Preisträger sind unter anderen Waris Dirie, P. Jose Hehenberger und die vor kurzem verstorbene Ärztin Maria Schiestl.

 

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