Mittwoch 14. November 2018

Inhalt:

Hommage an Padre Gabriel Mejía in Wien

 

Am 23. April 2018 fand im Europasaal des Lateinamerika Instituts in Wien eine Veranstaltung zu Ehren vom Romero-Preisträger, Padre Gabriel Mejía, staat.

Der kolumbianische Botschafter, Jaime Alberto Cabal Sanclemente, und die Direktorin des Lateinamerika Institutes, Andrea Eberl, gratulierten Padre Gabriel Mejía zu seiner Nominierung zum World's Children's Prize 2018, der „Nobelpreis der Kinder”. „Dieser Preis wird seit 2000 in Stockholm für Bildungseinsätze für Kinder zu den Themen Demokratie und Rechte des Kindes verliehen“, sagte Mag. Wolfgang K. Heindl, Projektreferent von SEI SO FREI, der Padre Gabriel Mejía in Wien begleitete.

 

unknown

 

Gemälde von KünstlerInnen aus Österreich und Lateinamerika standen im Saal zum Verkauf. Der Erlös kommt den Projekten von Padre Gabriel zu Gute.

 

unknown

 

Bildunterschrift: (V.l.n.r): Claudia Calero de Cabal (Frau des kolumbianischen Botschafters), Jaime Alberto Cabal (kolumbianischer Botschafter in Wien), Padre Gabriel Mejía, Wolfgang Heindl (SEI SO FREI)

 

unknown

 

 

Erzbischof Oscar Romero wird heiliggesprochen

unknownSan Salvador, 08.03.2018 (KAP/KNA) Die Heiligsprechung für den ermordeten Erzbischof von San Salvador, Oscar Romero (1917-1980), könnte nach Einschätzung des salvadorianischen Kardinals Gregorio Rosa Chavez am 21. Oktober stattfinden. Das berichtete die Tageszeitung "La Prensa Grafica" nach Angaben der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA am Mittwoch. Rosa Chavez rief seine Landsleute demnach auf, die Heiligsprechung Romeros als Aufruf zur Versöhnung zu verstehen.

Zuvor hatte der Vatikan den Weg für eine Kanonisierung freigemacht. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch erkannte Papst Franziskus ein auf Fürsprache Romeros erfolgtes Wunder an. Dies gilt als letzter Schritt in einem Heiligsprechungsverfahren. Wann die formelle Aufnahme in das Verzeichnis der katholischen Heiligen erfolgt, wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben.

Die Regierung El Salvadors begrüßte die Entscheidung des Papstes: Das salvadorianische Volk sei Franziskus dankbar, teilte das Außenministerium in einer Stellungnahme mit. Romero hinterlasse ein unschätzbares Erbe.

Romero, ein Vertreter der Befreiungstheologie, geriet durch sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. Am 24. März 1980 wurde er während einer Messe am Altar erschossen. Sein Tod löste den Bürgerkrieg gegen die seit 1979 herrschende Militärjunta aus. Das 1994 begonnene Seligsprechungsverfahren für Romero zog sich lange hin, unter anderem weil aus kirchlicher Sicht zu klären war, ob die Todesumstände von politischen Motiven bestimmt waren oder die Kriterien eines Martyriums erfüllten. 2015 sprach die Kirche Romero selig.

 

Romero-Preis von SEI SO FREI

 

Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador wurde am 24. März 1980 wegen seines gesellschaftspolitischen Engagements für soziale Gerechtigkeit ermordert.

Der Romero-Preis von SEI SO FREI wurde bei der Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung Österreichs 1980 in Würdigung dieses Engagements eingeführt.

Durch die Vergabe dieses Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers anerkannt und gestärkt.

Wer war Erzbischof Oscar Romero? Video auf Youtube


SEI SO FREI verleiht jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

 

Weitere Informationen zum Preis und die Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie hier: Romero-Preis

 


Befreiungstheologe Casaldaliga wird 90

unknownBrasilia, 13.02.2018 (KAP/KNA) Der spanische Befreiungstheologe und emeritierte Bischof Pedro Casaldaliga wird am Freitag 90 Jahre alt. Er setzt sich seit Jahrzehnten für die Landrechte des indigenen Xervantes-Volkes ein, das seit den 1960er Jahren für eine Rückgabe ihres traditionellen Siedlungslandes im nordbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso kämpft. In Österreich wurde der Bischof 1989 für sein Engagement mit dem Romero-Preis von SEI SO FREI ausgezeichnet.

Casaldaliga ist neben Leonardo Boff der prominenteste Vertreter der Befreiungstheologie in Brasilien. Nur wenige Jahre nach Beginn der Militärdiktatur in Brasilien (1964-1985) wurde der 1928 bei Barcelona geborene Priester des Claretiner-Ordens in die Amazonasregion geschickt. Casaldaliga wurde bald durch sein Engagement für die Belange der armen Bauern, der Landlosen und der Indigenen bekannt. Mehrere Male versuchten die damals herrschenden Militärs, ihn auszuweisen.

Seine Unterstützung für die Befreiungstheologie Mittelamerikas, vor allem für die revolutionäre Bewegung in Nicaragua, brachte Casaldaliga, der ab 1970 an der Spitze der Prälatur Sao Felix stand, in den 1980er-Jahren in Konflikt mit dem Vatikan. So musste der Bischof 1988 in Rom beim damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, Bericht erstatten.

Internationale Anerkennung erlangte Casaldaliga durch zahlreiche Publikationen, darunter auch Gedichtbände. Anfang 2005 nahm Papst Johannes Paul II. sein Rücktrittsgesuch als Leiter der Prälatur Sao Felix an.

Casaldaliga leidet seit Jahren an Parkinson. Wegen Morddrohungen in Brasilien tauchte er im Dezember 2012 für drei Wochen unter. Regierungsbehörden hatten Informationen über einen geplanten Anschlag erhalten. Kurz zuvor hatte ihm die damalige Staatspräsidentin Dilma Rousseff einen wichtigen Menschenrechtspreis zugesprochen.

Besuch beim Nuntius

Gemeinsam mit unserem SEI SO FREI Projektpartner Exzellenz Bischof Samson Shukardin besuchten wir  seine Exzellenz Dr. Peter Stephan Zurbriggen in der Apostolischen Nuntiatur in Wien. Der Apostolische Nuntius begrüßte uns sehr freundlich und interessierte sich über die Entwicklungspolitische Aktionen der KMB - SEI SO FREI – in Pakistan  und in anderen Ländern. Er war von unserem Schulprojekt in Pakistan und der konkrete Projektarbeit vor Ort sehr angetan und betonte die Wichtigkeit solcher Projekte.

 

unknown

 

 

Papst auf der Seite der Indigenen

Der Befreiungstheologe Luis Zambrano über den Besuch von Franziskus in Peru. SEI SO FREI-Referent Thomas Klamminger interviewte unseren langjähirgen Projektpartner. Die Wochenzeitung die Furche berichtet in ihrer aktuellen Ausgabe (01.02.2018):

 

unknown

 

Als PDF-Datei downloaden: Furche Artikel Zambrano.pdf

Hauptrojekt 2017: "Stern der Hoffnung in Uganda"

SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, sammelte im Dezember 2017 Spenden für Entwicklungsprojekte in den Ländern Afrikas und Lateinamerikas. Mit Ihrer Unterstützung konnte dort schon in den letzten Jahrzehnten das Leben tausender Menschen zum Besseren gewendet und nachhaltige Hilfe geleistet werden.

 

Tausende KMB-Mitglieder und HelferInnen trugen diese Aktion durch ihr ehrenamtliches Engagement mit. Vielen herzlichen Dank!


Die Kinder in Uganda sagen: vielen Dank für Ihre Spende!

 

unknown


Eindrücke aus Westafrika

 

Eindrücke, Eindrücke, Eindrücke ...

 

unknown

 

Gestern ging es auf der Fahrt nach Kampala zunächst zu einem von ca. 12.000 Klein(st)Bauern, die in den Ländern rund um den Viktoriasee im Projekt "Enabling Rural Innovation" (http://www.horizont3000.org/eastafrica) von HORIZONT3000 - Österreichische Organisation für Entwicklungszusammenarbeit, in der kirchliche Hilfsorgnisationen wie  SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung u.a.m. zusammenarbeiten. Schön, wie sich der 26-jährige dazu entschlossen hat, am Land zu bleiben und nicht in die Stadt zu ziehen und dort zu versuchen schnell Geld zu machen. In 3 Jahren hat er sich mit diesem Programm biologischem Landbau verschrieben und voller Stolz uns auf seinem Grund herumgeführt. Mittlerweile trainiert er schon andere darin, auf diese Art Landwirtschaft zu betreiben. - Danach ging es auf die "1. farmer fare" der Enabling Rural Innovation: beeindruckend, wie sich dort die unterschiedlichen Bauerngruppen engagiert ausgetauscht und ihre Erfahrungen miteinander geteilt haben - ohne vollständig zu sein: Caritas, Kolping, YWCA u.a. christliche Organisationen sind mit in diesem Projekt engagiert.

 

unknown

 

Auch wenn es nicht schnell sichtbar ist, dass Projekte von unseren Entwicklungszusammenarbeits-Organisationen greifen (es wird diese eben mit den Betroffenen auf Augenhöhe entwickelt), so sind diese nachhaltig angelegt. Und damit wird Menschen vor Ort Hoffnung gegeben.

 

unknown

 

Am Sonntag gab es ein großes Pfarrfest in Kagoma Parish aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Pfarre [und des 50-Jahr-Jubiläums der Diözese] mit einer großen afrikanischen Liturige mit über 2.000 Mitfeiernden, perfekter Organisation [so etwa hat der Party- und Cateringservice knapp 24 Stunden gekocht, um alle zu versorgen], das mit einem Festakt und hernach im kleinen Kreis - viele Priester, die in der Pfarre tätig gewesen waren, sind gekommen, bis in die Nacht hinein andauerte.

 

Bischof Wilhelm Krautwaschl

zur ersten Seite (e)  vorherige Seite (v)     1 2 3 ... 14 15 16     nächste Seite (n)  zur letzten Seite (l)
http://seisofrei.at/