Freitag 15. Dezember 2017

Inhalt:

Fernsehreportage über Malawi

 

Geburtenstation in Malawi mit Vorarlberger Hilfe

 

Das afrikanische Land Malawi zählt zu den ärmsten Ländern der Welt. Mit Hilfe von Spenden aus Vorarlberg ist im Dorf Malambo eine Geburtenstation gebaut worden. Bisher waren Schwangere für Hilfe stundenlang zu Fuß unterwegs.

 

Seit Jahren engagiert sich SEI SO FREI und Bruder und Schwester in Not der Diözese Feldkirch für die Bevölkerung in Malawi. Unter diesem Link finden Sie den Bericht:
http://vorarlberg.orf.at/news/stories/2849591/

 

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Start der österreichweiten Imagekampagne der MIVA

 

Die MIVA (Missions- Verkehrs- Arbeitsgemeinschaft), eines der ältesten katholischen Hilfswerke Österreichs, macht mit einer österreichweiten Plakatkampagne auf ihre Tätigkeit aufmerksam. Mittels drei Plakatsujets sollen die ÖsterreicherInnen darauf aufmerksam gemacht werden, dass das Thema „Mobilität“ in den ärmsten Ländern keine Selbstverständlichkeit ist. Im Gegenteil, Mobilität ist für viele nur allzu oft überlebensnotwendig und für viele oft die Grundlage für eine Chance auf eine bessere Zukunft.

 

200 KM BIS ZUM NÄCHSTEN SPITAL – OHNE MOBILITÄT KEIN ÜBERLEBEN.


unknownIn vielen Gegenden Afrikas und Lateinamerikas ist es leider alltäglich, dass Menschen sterben, weil es weit und breit kein Transportmittel gibt, um in das nächstgelegene Spital zu gelangen. Die Strapazen des Weges und die oft große Hitze sind für Kranke und Verletzte nicht tragbar. Die Gründung der MIVA geht auf einen solchen Vorfall zurück. Ein Missionar ist erkrankt. Beim Versuch, ihn auf einem Ochsenkarren in das nächstgelegene Krankenhaus zu transportieren, ist er gestorben. Die Strapazen des weiten Weges waren zu groß. Das war im Jahr 1927 im heutigen Namibia. Nach wie vor erreichen die MIVA viele Ansuchen, in denen um Transportmittel für Gesundheitseinrichtungen gebeten wird. Zum Beispiel aus der Demokratischen Republik Kongo. Im südlichsten Zipfel des Landes, in der Missionsstation Kipushya, ist das MIVA-Auto das einzig motorisierte Fahrzeug auf einem Landstrich von rund 10.000 Quadratkilometern. Nicht nur die Straßenverhältnisse, um dorthin zu gelangen, sind unbeschreiblich, sondern auch das alltägliche Leben in dieser Region scheint für uns Europäer schier unbewältigbar: kein Strom, kein Fließwasser, kein Telefon, keine Internetverbindung. Eine Tagesreise muss man auf sich nehmen, um in das nächstgelegene Spital zu gelangen und das bei nur einem Auto, das für alle Menschen in der Region ausreichen muss. Das „Auto“ ist in Kipushya kein Luxus, sondern für viele Menschen schlicht überlebensnotwendig.

 

SEI SO FREI und MIVA haben gemeinsam vielen Projektpartnerinnen und -partnern in Afrika und Lateinamerika einen Dienstwagen zur Verfügung gestellt.

Trauer um Dr.in Maria Schiestl, Romero-Preisträgerin 2016

 

SEI SO FREI und die Katholische Männerbewegung Österreichs sind tief erschüttert vom plötzlichen Tod der Romero-Preisträgerin Dr. in Maria Schiestl. Die langjährige Entwicklungshelferin ist in der Nacht auf Sonntag in Nairobi, Kenia verstorben.


„SEI SO FREI und die Katholische Männerbewegung Österreichs trauern um Dr.in Maria Schiestl als eine hervorragende Ärztin, Entwicklungshelferin und Freundin. Ihre Liebe und Verbundenheit zu Kenia sowie ihre Fröhlichkeit und Lebensfreude waren grenzenlos und beispielhaft. Wir wünschen allen Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen, in erster Linie aber ihrer Familie in Tirol ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit“, so DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs.

Maria Schiestls Herz gehörte Afrika. Ihr Leben hat sie den Maasai gewidmet. Die gebürtige Zillertalerin war jahrelang Ärztin in Entasekera. An diesem abgelegenen Ort in den kenianischen Loita Hügeln leitete sie ein von SEI SO FREI mitaufgebautes Krankenhaus und Bildungszentrum. Für ihren jahrelangen und unermüdlichen Einsatz für die Maasai erhielt Maria Schiestl den Romero-Preis 2016. Mit diesem Preis zeichnete SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, ihr herausragendes Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit und den Einsatz für eine gerecht Welt aus.

 

Entwicklungshelferin und Ärztin in Kenia

 

1952 in Zell am Ziller geboren, war Maria Schiestl zunächst einige Jahre lang Hauptschullehrerin in Tirol. 1979 ging sie nach Kenia, wo sie in einer Mädchenschule im Maasailand tätig war, bevor sie die Leitung einer Mädchenschule in Westkenia übernahm. Konfrontiert mit der schwierigen Lebenssituation vieler Maasai und der schlechten Gesundheitsversorgung, entschloss sie sich im Alter von 37 Jahren, ein Medizinstudium zu beginnen.


Nach Abschluss von Studium und Turnuszeit in Schwaz und an der Innsbrucker Universitätsklinik ging Maria Schiestl 2005 zurück nach Kenia. In Entasekera hatten österreichische Ärzte unter schwierigsten Bedingungen mit dem Aufbau eines Gesundheits- und Bildungszentrums begonnen. „Daktari Maria", wie sie von ihren Patienten genannt wurde, kümmerte sich jahrelang federführend um die Krankenstation in Entasekera. Ein besonderes Anliegen von Dr.in Schiestl war die Stärkung der Mädchen- und Frauenrechte in Afrika.

 

Das Spendenkonto für die Fortführung des Lebenswerks von Dr.in Maria Schiestl: 
AT10 3500 0000 0001 4100.


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Dr.in Maria Schiestls Herz gehörte Afrika

 

Weitere Artikel:

 

http://religion.orf.at/stories/2844679/

 

http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/oesterreich/chronik/893372_Tiroler-Oskar-Romero-Preistraegerin-verstarb-in-Nairobi.html

 

http://tirol.orf.at/news/stories/2844604/

Malawi: Neue Geburtenstation rettet Leben

 

Geburtshilfe in der Buschambulanz: was im Jahr 2009 als ein Wunsch der Frauen in einem kleinen Dorf in Malawi anfing, ist dank SEI SO FREI Realität geworden. Vergangene Woche weihten der Feldkircher Generalvikar Rudolf Bischof und der Erzbischof von Liliongwe Tarcisius Gervazio Ziyaye die Geburtstation (Mutter-Kind-Klinik) in Malambo ein. Die neue Klinik wurde dank Spenden aus Österreich fertiggebaut.

 

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Generalvikar Rudolf Bischof und Tarzisio, Erzbischof von Lilongwe (l.), schnitten symbolisch
ein Band durch.

 

Joana Chimwemwe sitzt im kleinen Hof ihrer Hütte und schützt den neugeborenen kleinen Hestings vor der strahlenden Sonne. Joana ist glücklich, dass ihr drittes Kind gesund auf die Welt gekommen ist, obwohl die Geburt nicht so einfach war: „Als die Wehen angefangen haben, müssten wir schnell ein Motorrad organisieren, das mich nach Kasungu ins Krankenhaus bringen konnte.“ Zwölf Kilometer mussten der Fahrer und Joana auf der nicht asphaltierten Straße bewältigen. „Mit dem Fertigbau der neuen Geburtenstation in Malambo, werden Frauen ihre Kinder im Dorf nicht mehr weit weg fahren müssen; sie werden hier im Dorf ihre Kinder zur Welt bringen, wir erwarten zwischen 300 und 400 Geburten im Jahr“, erklärt Wolfgang Heindl, Projektreferent von SEI SO FREI der Erzdiözese Salzburg.

 

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Im Jahr 2009 begann SEI SO FREI, wegen des Mangels an medizinischer Versorgung in Malawi am Land, mit dem Bau einer Buschambulanz in Malambo, 250 Kilometer von der Hauptstadt Lilongwe entfernt. Mit Hilfe der Teresian Sisters, die die Buschambulanz verwalten, werden bis zu 40.000 Menschen medizinisch betreut. Unter anderem Frauen, die ihre Kinder in der Buschambulanz in einem sauberen und hygienischen Umfeld zur Welt bringen können. Erfahrene Hebammen und medizinisches Personal werden in Zukunft Frauen bei der Geburt helfen, die von weit her kommen. Das ist eine große Hilfe, denn von 100 Geburten in Malawi können nur die Hälfte medizinisch betreut werden, Malawi ist unter den 25 Ländern mit der höchsten Müttersterblichkeit weltweit. Die Teresian Sisters und SEI SO FREI wollten diesem Elend nicht länger ohnmächtig gegenüberstehen: mit Spenden aus Österreich ist es möglich, Frauen auch während ihrer Schwangerschaft Kontrolle und Beratung in der Buschambulanz anzubieten.

 

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So konnten unzählige Leben seit 2009 gerettet, denn viele Mütter wurden mit dem Krankentransporter bei Komplikationen zur Buschambulanz gefahren. Dort ist ihnen eine Hebamme während der Geburt zur Seite gestanden. Um noch mehr Leben retten zu können, wird es in Zukunft möglich sein, Mütter und Kinder zu betreuen: in der Geburtenstation sowie in der Entbindungsstation wurden Betten und Räumlichkeiten für die stationäre Vor- und Nachbetreuung der Mütter und ihrer Babys errichtet.

“Armut ist ein Verbrechen": Sophie Kibuywa will Kenia verändern

 

“Armut ist ein Verbrechen! Ihr dürft sie nicht in Eure Häuser einladen”, mit drastischen Worten macht Sophie Kibuywa kenianischen Bauern am Fuß des Mount Elgon Mut, mit einfachen Methoden ihre Erträge in der Landwirtschaft zu steigern. Das beginnt damit, dass klar gemacht wird, dass nicht nur Frauen arbeiten sollen – wie das bisher oft der Fall ist – sondern auch Männer.

 

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Mit ihrer Organisation DESECE (Development Education Services for Community Empowerment) unterstützt sie hunderte Initiativen im Kampf gegen Armut und für eine bessere Ausbildung. Ein Engagement mit Erfolg: In vielen Dörfern der Region hat ein Umdenken stattgefunden, zahlreiche Familien konnten bereits Wege aus der Armut finden. Der Einsatz von Sophie Kibuywa wurde 1997 auch mit dem Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung Österreich ausgezeichnet. SEI SO FREI unterstützt seit vielen Jahren die Arbeit von Sophie Kibuywa.

 

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Bericht: Marcus Marschalek,  Länge: 6 Minuten

 

ORIENTIERUNG am 30.4.2017, 12.30 Uhr,

ORF 2, Wh. am 2.5.2017, 10.40 Uhr, ORF III

Vor 50 Jahren: erste Predigt einer Frau in Kolumbien

 

Dank einer Sondergenehmigung kam es am 13. März 1967 zur ersten Predigt einer Frau. Die Beaufrtagte war die Missionarin und Franziskanerschwester Maria Herlinde Moises. in manizales, einer Stadt im Kolumbianischen Inland, teilte sie das Evangelium mit der katholischen Pfarrgemeinde "Nuestra Señora de los Dolores".

Sr. Maria Herlinde Moises bekam 1982 den Romero-Preis von SEI SO FREI.

 

Aus der Zeitung "La Nacion" (Kolumbien)unknown

Internationaler Weltfrauentag am 08. März: SEI SO FREI und Katholische Männerbewegung stärken Frauen durch Bildung in Kenia

 

Dr.in Maria Schiestl, Romero-Preisträgerin 2016, leistet seit 2006 großartige ärztliche Hilfe für die lokale Massai-Bevölkerung in Kenia und organisiert für Frauen die einzige Gesundheits- und Bildungseinrichtung im Umkreis vieler Kilometer. Dank ihres Engagements hat sich die Zahl der weiblichen Genitalverstümmelungen in der Region halbiert.

 

Die gebürtige Zillertalerin, Dr.in Maria Schiestl, bietet, dank Spenden aus Österreich, Empowerment-Workshops für Frauen in der Loita-Region in Kenia. Themen der Workshops sind Gesundheit, Frauenrechte und FGM (weibliche Genitalverstümmelung). „Wir halten Seminare und Kurse für Frauen der Loita-Gegend, 150 Kilometer von Nairobi entfernt. Das Frauen-Bildungsprogramm hat als Schwerpunkte Frauen- und Kinderrechte, häusliche Gewalt, Konfliktbewältigung, aber auch  andere medizinische Themen, wie Tuberkulose, HIV/Aids, Hygiene, Unterernährung und Familienplanung. Es ist unser Bestreben, über diese Workshops vor allem die Frauen zu stärken, da diese die Bürden der Tradition am meisten zu spüren bekommen und sich vielfach „sprachlos“ mit diesem Schicksal abgefunden haben. Die Seminare wurden im Jahr 2009 begonnen. Mehr als 1.000 Frauen haben bereits daran teilgenommen“, so die Romero-Preisträgerin und langjährige Partnerin von SEI SO FREI.

 

„Der Einsatz für Gleichberechtigung der Geschlechter ist ein fundamentaler Bestandteil des Leitbildes der Katholischen Männerbewegung Österreichs“, so DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der KMBÖ und SEI SO FREI.

„Aus diesem Grund  unterstützen wir nachhaltige Projekte, wie das Bildungsprogramm von Dr.in Maria Schiestl in Afrika, mit dem Schwerpunkt Bildung für Frauen. Alle Menschen sollen gleiche Rechte, Schutz und Chancen erhalten. So können Frauen in Afrika eine aktive, gleichberechtigte Rolle innerhalb ihrer Gemeinden und Volkswirtschaften einnehmen.“

 

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