Mittwoch 18. Oktober 2017

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Bischof Samuel Ruiz Garcia

Samuel Ruiz Garcia, ehemaliger Bischof von San Cristobal de Las Casas, ist tot. Seine sterbliche Hülle wurde in die Kathedrale von San Cristobal de Las Casas überführt; die Begräbnisfeier findet kommenden Mittwoch statt. Garcia leitete die Diözese im Krisen-Bundesstaat Chiapas von 1960 bis 2000. Er setzte sich besonders für die indigenen Ureinwohner ein. 1999 bekam er den Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung verliehen.

Samuel Ruiz Garcia, am 11. November 1924 geboren, war auch Mitglied und zwischenzeitlich auch Vorsitzender der nationalen "Vermittlungskommission", die nach dem Aufstand für die Rechte der Indios in Chiapas zwischen der Zapatisten-Guerilla EZLN und der mexikanischen Regierung verhandelte. Wegen seines Eintretens zugunsten der Unterdrückten wurde der Bischof mehrfach für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Weiters erhielt er für sein Engagement zahlreiche Auszeichnungen, u. a. den Simon-Bolivar-Preis der UNESCO im Jahr 2000.


Bei seinem Einsatz für die Indios in der südmexikanischen Diözese gab es zeitweise erhebliche Spannungen mit dem Vatikan: Im Oktober 1993 legte die Nuntiatur in Mexiko Ruiz wegen theologischer Unstimmigkeiten und seiner seelsorglichen Praxis einen Rücktritt nahe; der Bischof lehnte dies ab. Daraufhin ernannte Rom einen Koadjutor. Es kam jedoch zu keinem Konflikt, sondern zu einer relativ harmonischen Doppelleitung.


Angesichts des dramatischen Priestermangels setzte Bischof Ruiz Garcia - von den Mayas zärtlich "Tatic Samuel" (Väterchen Samuel) genannt - auf ständige Diakone ("tu'uneles"). Die Kandidaten für den Diakonat wurden von Gemeindeversammlungen gewählt und sorgfältig ausgebildet. Bei der Weihe der Diakone bezog Bischof Ruiz Garcia auch die Ehefrauen der Kandidaten in den Ritus ein. Bis zu seinem altersbedingten Rücktritt im Frühjahr 2000 weihte "Tatic Samuel" mehr als hundert ständige Diakone.


 

SEI SO FREI auf Facebook

Ab sofort hat SEI SO FREI eine eigene Fanseite im sozialen Netzwerk Facebook. Der neue Auftritt  bietet eine Plattform für den Dialog rund um die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung. Fans können sich auf Filme, News und Informationen zu Projekten in Afrika und Lateinamerika freuen... mehr

Romero-Preis für Tansanierin Saria Anderson

Für ihr Engagement in Tansania ist die Landwirtschaftsexpertin und langjährige SEI SO FREI-Projektpartnerin Saria Amillen Anderson Freitagabend der Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) in Wels verliehen worden.

 

Von Linzer Bischof Dr. Ludwig Schwarz übergeben

Der Preis wurde Saria Amillen Anderson, Landwirtschaftsexpertin in der Mara-Region Tansanias von Bischof Dr. Ludwig Schwarz, KMBÖ-Vorsitzenden DI Dr. Leopold Wimmer und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in der Stadthalle Wels übergeben.

 

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Dr. Josef Pühringer, Saria Anderson,
Bischof Ludwig Schwarz und DI Dr. Leopold Wimmer
(v.l.n.r)
Saria Anderson im Interview mit Dr. Franz Hehenberger und Moderator Klaus Obereder (links)

 

Saria Amillen Anderson leitet als Partnerin von SEI SO FREI seit mehr als zehn Jahren ein umfassendes Entwicklungsprogramm, von dem über 40.000 Bewohner spürbar profitieren. Dazu gehören sauberes Trinkwasser, die Produktion eigener Lebensmittel, Wiederaufforstung und die Auseinandersetzung mit den Tabuthemen HIV / AIDS und FGM (Female Genital Mutilation – weibliche Genitalverstümmelung). „Dazu braucht es in der stark von Männern dominierten Gesellschaft Tansanias neben großem Fachwissen auch viel Mut und Durchsetzungsvermögen. Der Romero-Preis der KMBÖ ist für Menschen gedacht, die sich für die Menschenwürde in den Ländern des Südens engagieren. Saria Anderson ist eine würdige Trägerin des Romero-Preises“, so Bischof Schwarz.

 

Hilfe aus Österreich sehr wichtig für Tansania

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer betonte die Wichtigkeit der Entwicklungszusammenarbeit in Afrika und Lateinamerika: „Entwicklungshilfe ist nicht nur Hilfe für die Betroffenen, sondern auch eine langfristige Investition in den Frieden. Dank an SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, für ihre Arbeit. Die Projekte, die SEI SO FREI in Lateinamerika und Afrika betreut, sind Hilfe zur Selbsthilfe; sie geben Menschen ihre Würde zurück.“

 

„Jeden Tag ist für mich ein Geschenk „ sagte Saria Amillen Anderson in ihrer Dankesrede. „Hunger und Durst haben wir in unseren Dörfern großteils besiegt, aber für ein menschenwürdiges Leben braucht es noch mehr“, sagt Saria – und weiß, wovon sie redet: Sie ist Witwe und Mutter von zwei Töchtern. Bei der Hochzeit hatte ihr inzwischen an AIDS verstorbener Mann seine Erkrankung verschwiegen und Saria mit dem HI-Virus infiziert. Auch eines der beiden Mädchen trägt das Virus in sich. Dank ständiger medizinischer Betreuung ist die Krankheit bei Mutter und Tochter nicht zum Ausbruch gekommen.

 

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Dr. Leopold Wimmer mit Romero-Preisträgerin 1992
Janira de Sousa und Saria Anderson
Saria Anderson singt mit ihrer Familie auf Suaheli

 

600 Personen kamen zur Preis-Verleihung, u.a. Bischofsvikar Prälat Mag. Maximilian Mittendorfer, Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits, Landesrätin Mag. Doris Hummer, der Vorsitzende der KMB-Linz Dr. Franz Gütlbauer, Romero-Preisträgerin 1992 Janira Jesus Souza de Franca, Olympiasieger Toni Innauer, Ex-Tennisprofi Barbara Schett und die Managerin des Jahres 2006 Gertrude Schwatzdorfer.

 

Eine Foto-Galerie finden Sie hier.

 

Der faire Nikolaus im Einsatz für Afrika


Der Nikolaus der Katholischen Männerbewegung verbindet die schöne Tradition des Schenkens mit der zentralen Botschaft des Hl. Nikolaus: Wir alle können die Welt ein Stück gerechter machen. Jeder von uns kann mit den Armen teilen - so wie es schon der Heilige Bischof Nikolaus getan hat. Er verteilt deshalb Nikolauspäckchen befüllt mit fair trade Schokolade und bittet um Spenden zugunsten der Adventsammlung von SEI SO FREI. Die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung SEI SO FREI, sammelt heuer besonders für das Projekt „Ich will leben – und gesund zur Welt kommen“ in Afrika. Tausende SEI SO FREI-Nikolauspäckchen werden rund um den 6. Dezember im ganzen Land verschenkt. In Schulen, Betrieben, Familien, Pfarren oder einfach unter Freunden. Das Schöne daran: Mit jedem einzelnen Päckchen wird Schwangeren und ihren Neugeborenen in Afrika geholfen und ein Stück vom Glück ermöglicht. Dieses Glück können auch Sie weiterschenken.

 

Fairer Nikolaus in Wien - Beitrag von Radio Wien

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Nikolausgeschichten gelesen von LR Tina Widmann

"Der Nikolaus der Katholischen Männerbewegung verbindet die schöne Tradition des Schenkens mit der zentralen Botschaft des Heiligen Nikolaus: Wir alle können die Welt ein Stück gerechter machen. Jeder von uns kann mit den Armen teilen – so wie es schon der Heilige Bischof Nikolaus getan hat." Das betonte Landesrätin Dr. Tina Widmann heute, Montag, 6. Dezember, nach einem Besuch des "Heiligen Nikolaus" der Katholischen Männerbewegung Salzburg. Gemeinsam mit ihrer Tochter hat sie Kindern und deren Eltern in der Krypta des Salzburger Doms Geschichten aus dem Leben des Hl. Nikolaus am 5. Dezember vorgelesen. Auch Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler las Nikolausgeschichten und teilte mit den Kindern und Eltern die Freude, dass sie erst kürzlich Oma von Zwillingen wurden. Dompfarrer Balthasar Sieberer erklärte den Kindern wie Bischof Nikolaus gekleidet ist. Die 300 Kinder und Erwachsenen lauschten mit offenen Ohren und sangen das Nikolauslied „Lasst uns froh und munter sein“. Als Geschenk bekamen sie vom Nikolaus der Katholischen Männerbewegung fair gehandelte Schokolade.

 

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Der Fairer Nikolaus in Wien

Die Katholische Männerbewegung wollte mit der Aktion "Fairer Nikolaus" am 6. Dezember in Wien auf die Kernbotschaft des Heiligen aufmerksam machen.

Die KMB möchte damit für ihre entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI werben, die eine gerechtere Güterverteilung auf der Welt fördern will.

 

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Anreise per Schiff

 

In Wien kam der Nikolaus am 6. Dezember 2010 um 16.15 Uhr mit dem Schiff am Schwedenplatz an. Von dort führte eine Prozession der Kinder mit dem Nikolaus über die Rotenturmstraße zum Stephansplatz. Um 17.00 Uhr gab es beim Singertor des Stephansdoms eine Begrüßung und Kindersegnung durch Weihbischof Franz Scharl und Dompfarrer Anton Faber.

 

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Der Faire Nikolaus besuchte in Graz u.a. den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl

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Salzburger Bischof Kothgasser ruft zur Hilfe für Afrika auf

Salzburger Erzbischof bittet in Advent-Hirtenbrief um Unterstützung von "Sei so frei" der Katholischen Männerbewegung

Salzburg, 24.11.2010 (KAP) Der Salzburger Erzbischof Alois Kothgasser ruft in seinem Advent-Hirtenbrief dazu auf, SEI SO FREI der Katholischen Männerbewegung (KMB) zu unterstützen. Die Aktion ist diese Jahr der besseren medizinischen Betreuung der Landbevölkerung in Tansania und in anderen afrikanischen Staaten gewidmet. Dank rechtzeitiger medizinischer Hilfe durch Partnerorganisationen der Männerbewegung vor Ort würden wahre Wunder möglich, schreibt Kothgasser in seinem Brief, der am kommenden ersten Adventsonntag in den Kirchen verlesen wird.

 

Der Erzbischof betont weiters, dass das Leben ein Geschenk sei: "Es ist das unerhörte Geheimnis von Weihnachten: die Geburt des Kindes, das neue Lebensmöglichkeiten und Perspektiven schafft". In Gott erfülle sich die Sehnsucht des Menschen nach Leben.

 

Gerade in Afrika sei dies keine Selbstverständlichkeit, so Kothgasser. Er verweist auf fehlende Schwangerschaftsvorsorge, auf mangelnde Hygiene und auf HIV/Aids. Diese Krankheit gefährde nicht nur das Leben der Frauen, sondern auch der Ungeborenen. "Es ist tragisch, dass diese Krankheit gerade die Ärmsten am stärksten trifft", so der Erzbischof wörtlich.

 

SEI SO FREI setzt heuer in Tansania einen Schwerpunkt. Erst vor wenigen Tagen wurde die Tansanierin Saria Amillen Anderson mit dem diesjährigen Romero-Preis der KMB ausgezeichnet. Die Landwirtschaftsexpertin leitet in der Mara-Region Tansanias seit mehr als zehn Jahren ein umfassendes Entwicklungsprogramm, von dem mehr als 40.000 Bewohner spürbar profitieren.

 

SEI SO FREI finanziert sich zu einem Großteil über die traditionelle Adventsammlung, die österreichweit in allen Pfarren und Ordensgemeinschaften durchgeführt wird.

 

 

Kritik OECD

Wien, 28.10.2010 - Die Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz (KOO) kritisiert die geplante Kürzung der Entwicklungshilfe. Heinz Hödl, Geschäftsführer der KOO sieht eine vertane Chance, Stiftungsteuer und Flugticketabgabe für Entwicklung und Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern zu widmen. „Der Regierung fehlt der Mut oder ist die Regierung handlungsunfähig, die wirklich immensen Herausforderungen, die uns Globalisierung stellt, doch noch anzugehen?“

In Prozent der Budgetausgaben von 69,1 Mrd € im Jahr 2011 betragen die rund 9 Mio € Einsparungen nur rund 0,013% der Budgetausgaben 2011. Das sei kein wesentlicher Beitrag zur Konsolidierung, aber ein wesentlicher Beitrag für die Entwicklungshilfe, so Hödl weiter. Im Vergleich zum Budget des Jahres 2010 im BMeiA werden insgesamt rund 14 Mio € eingespart, davon sollen mit 9 Mio € fast zwei Drittel bei der Entwicklungshilfe eingespart werden?

In der Diplomatie und in internationalen Einrichtungen wird somit vergleichsweise weit weniger gespart als bei der Armutsbekämpfung, das soll gerecht sein? Kürzungen bei der EZA im Außenministerium bringen für das Budget wenig richten aber enormen Schaden an: 9 Mio. € Kürzungen bei der ADA entsprechen fast dem gesamten österreichischen Beitrag für ein Schwerpunktland wie Uganda, mit relativ geringen Beträgen kann man in den Partnerländern viel erreichen und tausenden Menschen das Überleben sichern. Eine Zweckwidmung von Erträgen aus der Stiftungssteuer und der Flugticketabgabe für Entwicklungszusammenarbeit und Klimafinanzierung wäre eine sinnvolle Variante um der Weltöffentlichkeit zu signalisieren, dass Österreich bereit ist, seinen Beitrag entsprechend seiner wirklichen Wirtschaftskraft zu leisten. Angesichts der Klimafolgen des Flugverkehrs und der erheblichen Subventionen ist eine Einberechnung von Umwelt- und Gesundheitsschäden des Luftverkehrs, lange überfällig.

Momentan hat der Luftverkehr einen Anteil an der globalen Erwärmung von vier bis neun Prozent. Die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) rechnet in den kommenden Jahren mit einer Zunahme des Passagierflugverkehrs von ca. vier Prozent jedes Jahr. Fliegen ist die klimaschädlichste Methode der Fortbewegung und genießt trotzdem vielfache finanzielle Privilegien. Flugbenzin ist steuerfrei, grenzüberschreitende Flüge sind überdies von der Mehrwertsteuer befreit. Ein Teil des Geldes soll in Klimaschutzmaßnahmen in Entwicklungsländern investiert und ein weiterer Teil zur Förderung von klimaschonenden Flugtechniken eingesetzt werden.

Bereits 2005 haben sich die EU-Finanzminister für die Einführung einer Ticket-Abgabe auf freiwilliger Basis ausgesprochen. Das Aufkommen sollte die Finanzierung der Entwicklungszusammenarbeit verstärken. Österreich spart bei Ausgaben für internationale Armutsbekämpfung wie kein anderer Staat Österreich wird das international zugesagte Ziel, 2010 mindestens 0,51 Prozent seines Bruttoinlandsproduktes für Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) aufzuwenden, mit 0,3 Prozent wieder deutlich verfehlen. Österreich hat - seit dem Jahr 1970 - das Ziel von 0,7 % nie erreicht.

Österreich muss seiner Verantwortung nachkommen. Viele Länder haben nicht die Möglichkeit sich gegen die Folgen der Klimakrise zu wappnen. Österreich hat versprochen 120 Millionen Euro an Soforthilfe bereitzustellen, damit die ärmsten Länder zum Schutz ihrer Bevölkerung Vorkehrungen treffen können.

 

Weitere Informationen: www.koo.at

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