Freitag 15. Dezember 2017

Inhalt:

Haus Refugio in Altamira

SEI SO FREI unterstützt seit Jahrzehnten die Arbeit von Bischof Erwin Kräutler. 1988 erhielt er als eine seiner ersten Auszeichnungen den renommierten Romero-Preis von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegung. SEI SO FREI fördert die Arbeit von Bischof Kräutler mit jährlich 30.000.- Euro.

 

In den letzten beiden Jahren haben Salzburger/innen über 40.000 Euro an SEI SO FREI für die Arbeit von Bischof Kräutler gespendet.unknown

 

Im „Refugio“, einem von Bischof Kräutler gegründeten Haus in der Bischofsstadt Altamira, können Kranke die kein Geld haben vorübergehend bleiben. Hier bekommen sie Hilfe und Verpflegung, werden zu den behandelnden Ärzten begleitet und erhalten Unterstützung wenn das Geld für die notwendigen Medikamente nicht reicht. Kleine Operationen werden finanziert und Sozialarbeiter/innen betreuen die Kranken. Im Haus für Mutter und Kind werden Frauen vor und nach der Geburt betreut. Beide Häuser sind vor allem Anlaufstelle für Kranke und Schwangere aus abgelegenen Siedlungen und Dörfern mit fehlender oder mangelnder medizinischer Versorgung.

 

Durchschnittliche Betreuung pro Jahr:

Betreute Frauen vor und nach der Geburt: 300

Ambulant behandelte Kranke: 2.300

Servierte Mahlzeiten: 200.000

Anzahl der verabreichten Medikamente: 2.500

 

SEI SO FREI unterstützt die Finanzierung der Gehälter in beiden Häusern.

 

Artikel in der Raiffeisenzeitung: RFZ-Zeitung

 

Mit Ihrer Online-Spende helfen Sie Bischof Kräutler helfen.

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„Amani Communities Africa“

Die „Amani Communities Africa“ (ACA) machen Bildungsarbeit zu Menschenrechten speziell für Frauen. Seit 2009 ist ACA Projektpartner von SEI SO FREI Innsbruck.

 

Die Loita Maasai leben etwa 120 km südwestlich von Nairobi – zehn Fahrstunden, je nach Straßenzustand. Nach der Geburt eines Kindes darf sich die Mutter solange nicht unknownduschen, bis dem Neugeborenen die ersten Haare geschoren werden. Wenn sie es dennoch tut, würde ein Elternteil sterben. Außenstehende tun sich schwer, Traditionen wie diese zu verstehen. Noch dazu, da dies auch gesundheitliche Folgen hat. Hauptaufgabe der Mitarbeiterinnen von ACA ist die Vernetzung mit anderen afrikanischen und europäischen Organisationen. Sie informieren Frauen über die Gesetzeslage in Kenia: über Eigentumsund Erbrecht, Regelungen bei Heirat, Scheidung und Trennung, Rechte von Frauen und Kindern. Das Personal des Gesundheitszentrums "Loita Health" klärt über Genitalverstümmelung und deren Risken auf, berät bei Hygiene, Ernährung und Familienplanung. Was tun bei häuslicher Gewalt und Missbrauch? Wie elektrisiert reagieren die Frauen darauf, wenn ihnen die Trainerinnen Auswege aus häuslicher Gewalt zeigen, wie sie Konflikte gewaltfrei lösen und ihre Rechte einfordern können. Selbstständig ermutigt sie ACA  auch, sich durch Landwirtschaft oder Kunsthandwerk selbst ein Einkommen zu schaffen. So sind sie weniger von äußerer Hilfe sowie von ihren Männern abhängig. Die Führer der Dorfgemeinschaften werden in eigenen Seminaren von ACA von der Sinnhaftigkeit der Kurse für die Frauen zu überzeugen versucht. Überraschend viele zeigten schon Ansätze eines Umdenkens.


Gert Heizer

Ein Baum für das Leben

Den 25. April 2012, den internationalen Tag des Baumes, nahm SEI SO FREI Linz zum Anlass um die
Aktion „Ein Baum für das Leben“ vorzustellen. Rund 200 Interessierte folgten der Einladung in die Redoutensäle Linz. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer meinte im Interview: „Auch in schlechten Zeiten haben wir die Verpflichtung zu helfen.“

 

Eine gelungene, kurzweilige Veranstaltung mit interessanten Interviews u.a. mit Herrn Franz Kepplinger, dem Obmann des Bäuerlichen Waldbesitzerverbandes OÖ und Frau DI Angelika Schwendinger, Direktorin der landwirtschaftlichen Fachschule Andorf. Frau Schwendinger erklärte, dass Schülerinnen und Schüler leicht für derartige Aktionen zu begeistern sind. Besonders der Kontakt zu Projektpartnern motiviert zum sozialen Engagement. Das bestätigt auch die Ökolog HS Lembach, die zum 75-Jahr Jubiläum verschiedene Aktionen zum Thema startete.

 

 

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Foto: Andreas Röbl, Volksblatt

(Von rechts nach Links) LH Dr. Josef Pühringer, Bischof Dr. Ludwig Schwarz, DI Klaus Pöttinger, Präsident der Industriellenvereinigu unterstützen die Aktion.

 

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Foto: Andreas Röbl, Volksblatt

Dr. Franz Hehenberger (SEI SO FREI Linz), Ing. Josef Turnhofer (Landesdirektor ÖAMTC), Gertrude Schatzdorfer (Unternehmerin), DI Rudolf Kolbe (Präsident Kammer Architekten und Ingenieurskonsolenten), Dr. Franz Gütlbauer (Vorsitzender KMB Linz) überzeugten sich erst im März 2012 von den erfolgreichen Projekten in Guatemala.

 

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Foto: Andreas Röbl, Volksblatt

Die KMB-Gruppe aus Helfenberg (OÖ) übergab schließlich die stolze Summe von 7.500 Euro. Sie konnten 27 Waldbesitzer überzeugen, je einen Baum für die Aktion zu spenden. Darunter auch der gebürtige Helfenberger, Wirtschaftsminister Dr. Reinhold Mitterlehner (nicht im Bild).

 

 

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Foto: Frizzi Ploechl

Projektpartnerin Janira Souza de Franca und Cleber Oliveira da Silva aus Brasilien freuen sich gemeinsam mit Franz Hehenberger und Christina Lindorfer von SEI SO FREI Linz über die gelungene Aktion, die den Kleinbauern in Brasilien mit dem Wald Hoffnung und Lebensgrundlage zurückgibt und das Überleben in ihrer Heimat sichert.

 

SEI SO FREI Linz bedankt sich herzlich für das zahlreiche Erscheinen und bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern. Ihre Hilfe wird zu einem Baum für das Leben für die Menschen in Brasilien, Tansania und Nicaragua!

 

 

Amazonien weint. Bischof Kräutler kämpft mit den Indios um ihre Heimat

 

Im Herzen Brasiliens liegt eine der umstrittensten Baustellen der Welt: Am Xingú Fluss unknownsoll „Belo Monte“, das drittgrößte jemals errichtete Wasserkraftwerk, gebaut werden. Wissenschaftler warnen vor den ökologischen Folgen. Bischof Erwin Kräutler spricht von einem „Monument des Wahnsinns“. SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, unterstützt Dom Erwin, wie er liebevoll von den Menschen vor Ort genannt wird, in seinem Einsatz für Indios und Umwelt.

 

Die Welt der Kayapó, Juruna oder Arara ist durch und durch vom Fluss geprägt. Die Indios, die am Amazonas-Zufluss Xingú leben, sind nun aber massiv vom Bau des Staudamms betroffen. Durch Umleitungen werden Dörfer vom Fluss abgeschnitten, anderen droht mit dem Stausee die Überflutung. Selbst Teile der Bischofstadt Altamira würden unter Wasser gesetzt werden. Bischof Erwin Kräutler kämpft für die Indios und ihre Rechte. Dafür wurde er unter anderem mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. „Seit 30 Jahren kämpfen wir gegen Belo Monte“, erklärt Kräutler, der bereits 1988 von SEI SO FREI mit dem Romero-Preis geehrt wurde. „Es ist ein Stich ins Herz Amazoniens. Etwa 20.000 Menschen würden ihre Heimat verlieren. Die reiche Tier- und Pflanzenwelt erleidet enormen Schaden.“

 

Nach einem gerichtlich verhängten Baustopp im Herbst letzten Jahres, fahren inzwischen wieder die Baumaschinen auf. Aber auch die Proteste dagegen gehen weiter. Erst kürzlich hat die Internationale Arbeitsorganisation ILO das Projekt scharf kritisiert. Die brasilianische Regierung ignoriert den Widerstand der Indios und kommt nicht einmal der Verpflichtung, die vom Staudamm betroffenen Indio-Völker anzuhören, nach. Die ILO stärkt die kritische Position der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS): Die Kommission für Menschenrechte der OAS fordert seit einem Jahr den sofortigen Baustopp, da über die Köpfe der betroffenen Indios hinweg über deren Land und Heimat entschieden wird. „Ich weiß, dass die befreiende Dimension des Evangeliums ein Dorn im Auge der Mächtigen ist. Aber mit der Unterstützung aus Österreich werden wir weiterkämpfen“, betont ein motivierter Bischof Kräutler.

 

Für SEI SO FREI ist dieser Mut und Einsatz für die Ausgegrenzten und Entrechteten Vorbild für das eigene Engagement. Die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung steht Bischof Kräutler seit vielen Jahren in seinem Kampf für die Rechte der Indios und Armen in Amazonien tatkräftig zur Seite. Mit der Unterstützung indigener Kleinbauernkooperativen, Wiederaufforstungs­programmen, Hilfe für Landlose und der Arbeit mit ehemaligen Landlosen versucht SEI SO FREI den Menschen in Brasilien –und darüber hinaus- diese Befreiung zu ermöglichen.

 

Mit Ihrer Online-Spende helfen Sie Bischof Kräutler helfen.

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Ehrenzeichen der heiligen Rupert und Virgil für Sr. Margaretha Moises

Ehrenzeichen der heiligen Rupert und Virgil für Sr. Margaretha Moises


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Am Freitag, den 16.03.2012 bekam Sr. Margaretha Moises den Verdienstzeichen der Heiligen Rupert und Virgil in Großgold vom Bischof Alois Kothgasser verliehen.

Margaretha Moises feiert im März ihren 80.Geburtstag. Die gebürtige Österreicherin lebt seit beinahe 60 Jahren in Kolumbien. Unermüdlich und mit offenem Herzen ist sie im Einsatz für die Ärmsten. In dem vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichneten südamerikanischen Land kämpft sie um Gerechtigkeit, Befreiung und Frieden. Für ihr Engagement wurde sie u.a. mit dem Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung im Jahr 1998 ausgezeichnet.

 

„Wenn das Ehrenzeichen der Heiligen Rupert und Virgil in Großgold verliehen wird, dann ist dies eine sehr hohe kirchliche Auszeichnung und eine große Ehre für jene Person, die damit bedacht wird. In gleicher Weise ist es für die Teilkirche von Salzburg Ehre und Auszeichnung, wenn sie diese Ehrung einer verdienten Persönlichkeit aus dem Bereich der Erzdiözese zuteil werden lassen kann. Geehrt wird Margaretha Moises, die in diesem Monat ihren 80. Geburtstag feiert und zugleich auf 60 Jahre im Dienst für Gott an den Armen zurückblicken darf“, so Prälat Dr. Johann J. Reißmeier bei der Laudatio am 16.03.2012 im erzbischöflichen Palais der Erzdiözese Salzburg.

 

Erzbischof Kothgasser bezeichnete Margaretha Moises als Ermutigung und betonte wie wichtig es sei, "dass es Menschen gibt die den Mut haben in andere Kontinente zu gehen, in fremde Länder, zu anderen Kulturen und dort zu wirken wo wir am meisten hingehören bei den Armen.“

 

Sr. Margaretha Moises bedankte sich für die Auszeichnung: "Ohne die geistige Hilfe, das Gebet, und die Unterstützung die mir immer wieder begegnete, hätte ich nicht 60 Jahre wirken können. Ich möchte die Auszeichnung teilen: mit Gladys Daza, allen Mitarbeitern und allen Spendern und mit den Ärmsten in Kolumbien."

 

SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung, unterstützt Sr. Margaretha Moises seit mehr als 40 Jahren bei ihrem Einsatz für die Armen.

 

 

Sabine Selinger in Nicaragua

 

Am Flussufer des Rio Matagalpa

unknownNicaragua – Ein Bericht der Horizont3000 Projektmitarbeiterin Sabine Selinger, der auch in einem Buch über die oberösterreichische EZA veröffentlicht werden wird.

Nach einem schwülen Arbeitstag sitze ich auf einer einfachen Holzbank vor dem Haus der Bauernkooperative, bei der ich in dieser Woche arbeite und blicke hinaus auf den Fluss. Die Sonne geht hinter den Bäumen unter, die Kühe schlendern gemächlich nach Hause und die Grillen haben ihr Abendkonzert angestimmt. Hier am Río Grande - dem geografischen Zentrum von Nicaragua - gibt es kein Telefon, keine Straße und kein Internet. Heute habe ich zusammen mit meiner einheimischen Kollegin den ersten Teil einer Workshoprunde zum Thema „Buchführung mit Hilfe des Computers" gehalten. Die 10 Teilnehmer waren anfangs sehr verunsichert im Umgang mit der neuen Technologie. Am Ende des Tages waren die Berührungsängste jedoch zum größten Teil zerstreut.

Das Projekt, in dem ich arbeite, zielt auf die Vermarktung lokaler Produkte ab - Kaffee und Kakao zum Beispiel. Den Bäuerinnen und Bauern soll außerdem der Zugang zum lokalen Markt erleichtert werden – dieser wiederum soll gestärkt werden. Durch diese Maßnahmen möchten wir eine Verbesserung der finanziellen Situation der Bauernfamilien im Projekt erreichen. Was bedeutet das konkret? Einerseits heißt das, der Bauernkooperative in Sachen Management und Organisation zur Seite zu stehen, und sie bei wichtigen Prozessen im Export von Biokakao nach Österreich zu begleiten. Andererseits sollen auch jene Bauernfamilien unterstützt werden, die sich selbständig machen wollen. Für unsere Begriffe sind diese Familienbetriebe sehr klein – man spricht hier von so genannten „Mikrounternehmen". Meine Rolle liegt hier vor allem in der Beratung in Bezug auf die Führung und die Verwaltung eines Kleinstbetriebs. Begleitend dazu bieten wir auch Finanzierungsmöglichkeiten an, die von den Familien gerne in Anspruch genommen werden.

Die Arbeit für HORIZONT3000 empfinde ich als ebenso abwechslungsreich wie anstrengend. Es gibt alle Hände voll zu tun und kein Tag gleicht dem anderen! Erst gestern haben wir eine Bäuerin zwei Stunden flussabwärts besucht – das Boot ist hier das übliche Transportmittel. Dort haben wir evaluiert, wie die Produktion ihrer Kakaobuttercremen und exquisiten Schokoladen vorangeht. Und morgen steht schon wieder eine Schulung mit zehn TeilnehmerInnen in der Hauptstadt Managua an. Für meinen Job in der EZA muss ich also eine ordentliche Portion Flexibilität und Anpassungsfähigkeit mitbringen. Nicht zu vergessen die Bereitschaft in einer fremden Kultur zu arbeiten und die Freude an langen Reisen und dem Leben aus dem Koffer. Das ländliche Nicaragua erinnert mich im Übrigen oft an meine Kindheit in Oberösterreich. Ähnlich wie auf der Geflügelzucht meiner Eltern, laufen auch hier die Hühner frei herum, ebenso Enten, Schweine und Kühe. Das Leben hier ist mir nicht fremd und die Tatsache, dass ich vom Land komme, erleichtert mir hier auf jeden Fall die Arbeit.

Die Sonne ist nur noch ein roter Strich am Horizont, der Fluss leuchtet schwarz herauf. Um den allabendlichen Moskito-Attacken zu entgehen, habe ich mir inzwischen ein langärmeliges Hemd übergezogen. Die Entscheidung, auf Einsatz nach Nicaragua zu gehen war nicht einfach. Fast zwei Jahre ist das nun her. Heute sehe ich jeden Tag aufs Neue, dass es der richtige Entschluss war. Die Arbeit, die wir hier leisten, ist vielleicht nur ein kleiner Beitrag - aber ein Wertvoller! Mit diesen Gedanken schalte ich meine Taschenlampe ein und bereite mich für den morgigen Workshop vor.

 

Sabine Selinger

 

HORIZONT3000 ist Österreichs größte Organisation im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit. SEI SO FREI, die entwicklungspolitische Aktion der Katholischen Männerbewegung ist eine der bedeutendsten Trägerorganisationen und finanziert das Personalentsendeprogramm u.a. in Nicaragua.


Romero-Preisverleihung 2011 an Sr. Maria Pacis Vögel (Posthum)

Bereits zum 31. Mal wurde am Freitag, den 02. Dezember 2011, im Dornbirner Kulturhaus der Romero-Preis der Katholischen Männerbewegung verliehen.  Der  wichtigste Preis für Entwicklungspolitik in Österreich, der mit 10.000 Euro dotiert ist, wurde posthum an Sr. Maria Pacis Vögel für ihr 40-jähriges Engagement in Afrika vergeben.


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Romero-Preis 2011 (v.l.n.r): Landesrätin Schmid, Dr. Benno Elbs, Frau Maria Vögel, Sr. Ingeborg Müller, DI Dr. Leopold Wimmer, Herbert Nussbaumer

 

Herbert Nussbaumer, Obmann der KMBÖ Vorarlberg, begrüßte mehr als 500 Gäste im Dornbirner Kulturhaus. Dr. Benno Elbs, Administrator der Diözese Feldkirch, betonte bei der Verleihung: „Sr. Pacis Vögel hat eine Straße der Hoffnung gebaut und diese Straße ist für viele jungen Menschen  in Kenia ein Stern der Hoffnung geworden. Aus diesem Grunde spendete Dr. Elbs im Namen der Diözese Feldkirch 10.000 Euro für das Projekt „Stern der Hoffnung“ in Kenia.  DI Dr. Leopold Wimmer, Vorsitzender der KMÖ bestärkte die Wichtigkeit der Vorbildwirkung von Menschen wie Erzbischof Oscar Romero oder Sr. Pacis Vögel die unter Einsatz ihres Lebens den Armen eine Stimme gaben. Das Land Vorarlberg spendete auch 10.000 Euro für die Projekte von Sr. Pacis. Landesrätin Dr. Greti Schmid überreichte die Spende im Namen vom Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber und unterstrich, wie wichtig solche Projekte sind: „ Ich möchte mich bei allen entwicklungspolitischen Initiativen in Vorarlberg bedanken, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen“, so Schmid.

Im Gedenken an Sr. Vögel nahm die Generaloberin der Missionsschwestern vom Kostbaren Blut, Sr. Ingeborg Müller und die jüngere Schwester von Sr. Pacis, Frau Maria Pacis, den Romero-Preis beim Festakt entgegen und bedankten sich für die Spenden und Solidarität aus Österreich für die Projekte der Schwestern vom Kostbaren Blut in Kenia.


Sr. Maria Pacis Vögel: seit 1973 in Ostafrika

Sr. Maria Pacis (Irene) Vögel stammte aus Schwarzenberg im Bregenzerwald. 1957 trat sie bei den "Missionsschwestern vom Kostbaren Blut" in Wernberg ein und erhielt ihren Schwesternnamen Maria Pacis. 1973 wurde sie nach Kenia in Ostafrika gesandt. Als Missionarin war sie vor allem im Bildungsbereich tätig, hat in Schulen und Kinderheimen unterrichtet und diese auch zeitweise geleitet.


Von 1994 bis 2001 war Sr. Vögel Schuldirektorin der "Precious Blood Secondary School" in einem Slumgebiet am Rande Nairobis. Ab 2002 baute die Ordensfrau ebenfalls in der kenianischen Hauptstadt eine Volksschule für 200 Straßenkinder auf. In ihren letzten Lebensjahren kümmerte sich Sr. Vögel um das Waisenhaus "Star of Hope Children's Home" in der kenianischen Stadt Juja, in dem missbrauchte und vernachlässigte Kinder ein neues Zuhause finden.

Brücke zwischen Kenia und Österreich


Umrahmt wurde die Verleihung von Musik und Gesang aus Afrika und Österreich. Der eingeflogene „Precious Blood“ Chor aus Nairobi und der  Chor der HLW Rankweil traten gemeinsam auf: 40 Mädchen sangen „We are the World“ als Zeichen der Solidarität zwischen Österreich und Kenia.

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