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Mittwoch 14. November 2018

Inhalt:

NEWS / AKTUELLES

 

Romero-Preis 2018: Dr. Francisco San Martín aus Peru im ORF

Am kommenden Sonntag (11.11.18 um 12:30 Uhr, ORF 2) wird in der Orientierung eine Reportage mit dem Titel "Wachstum durch Kooperation" über unseren Romero-Preisträger 2018, Dr. Francisco San Martín, ausgestrahlt.

 

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30 Jahre Afro-Asiatisches-Institut in Salzburg

 

Salzburg, 26.10.2018 (KAP) Mit einem Festakt in der Kollegienkirche und einem anschließenden Empfang wurde am Donnerstagabend in Salzburg das 30-jährige Bestehen des Afro-Asiatischen Instituts (AAI) gefeiert. Weihbischof Hansjörg Hofer, die Salzburger Bildungslandesrätin Maria Hutter sowie Wegbegleiter, Partner, Unterstützer, Studierende und Vertreter der Erzdiözese Salzburg und der Universität waren zu der Feier gekommen. Das Afro-Asiatische Institut Salzburg stehe seit 30 Jahren für "Vielfalt, Dialog der Kulturen und Religionen" und setze zudem "Farbtupfer in der Salzburger Bildungslandschaft", hieß es in einer Aussendung der Erzdiözese.

Weihbischof Hofer überbrachte die Glückwünsche von Erzbischof Franz Lackner, der in einem schriftlichen Grußwort unterstrich: "Seit seiner Gründung im Jahr 1988 versucht das Institut, auf Augenhöhe mit anderen in Kontakt zu treten, dabei aber die eigene Identität zu bewahren." In Zeiten der Globalisierung sei es gut, Partner zu haben. "Als Partner wollen wir gemeinsam unterwegs sein, vereint den Herausforderungen der Welt begegnen: Krieg, Hunger, Gewalt, Zerstörung der Umwelt. Wir Christen in Europa geben nicht mehr alleine den Ton an, wir wollen auf andere hören, mit ihnen arbeiten, von ihnen lernen", so der Erzbischof. Das Afro-Asiatische Institut verbinde Menschen. "Dafür gilt es Dank zu sagen. Dieses Engagement gilt es weiter zu unterstützen."

30 Jahre Dialog der Kulturen und Religionen

 

Das 1988 von Erzbischof Karl Berg gegründete Afro-Asiatische Institut ist eine Plattform fur den interkulturellen und interreligiösen Dialog und bietet ein breites entwicklungspolitisches Bildungs- und Kulturprogramm. Ausländische Studierende werden durch Beratung, studienbegleitende Bildung und ein Stipendienprogramm unterstützt. Das AAI selbst wird aus kirchlichen und öffentlichen Mitteln gefördert.

Insgesamt 34 Studierende aus Ländern des globalen Südens erhielten in den letzten fünf Jahren Unterstützung. Die daraus resultierenden "Erfolgsgeschichten" können sich sehen lassen: Die Kolumbianerin Johanna Maria Mejica Sanchez gründete beispielsweise nach ihrem Studienabschluss das Fairtrade-Schmucklabel Amalena mit dem Ziel, Schmuck aus ökologisch nachhaltig gewonnenem Gold von lokalen Handwerkern zu einem fairen Preis zu verkaufen.

Dr. Francisco San Martín, AAI-Stipendiat der ersten Stunde und Gründer der sozialen und nachhaltigen Organisation Minka in Peru, darf am 16. November 2018 den begehrten Oscar-Romero-Preis für sein gesellschaftliches Engagement entgegennehmen. Verliehen wird der Preis von SEI SO FREI, der entwicklungspolitischen Aktion der Katholischen Männerbewegunng.

Romero-Preis 2018: Dr. Francisco San Martín aus Peru

Die Kronen Zeitung berichtet über die Arbeit vom Romero-Preisträger Dr. Francisco San Martin in der Ausgabe vom Sonntag, 15.10.2018 (bitte auf dem Bild klicken um die pdf. Version runterladen zu können):

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Romero-Preis 2018 an Dr. Francisco San Martín aus Peru

unknownFür seinen unermüdlichen Einsatz für Gerechtigkeit, Menschenrechte und Entwicklung in Peru wird Dr. Francisco San Martín Baldwin von der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ) und ihre entwicklungspolitische Aktion SEI SO FREI mit dem diesjährigen Romero-Preis ausgezeichnet. Er hat in zahlreichen Entwicklungsprojekten in Peru tausende Menschen aus Armut befreit und nachhaltiges Einkommen und ein Leben in Würde ermöglicht. Während seines Studiums in Salzburg forschte er zu Wirtschafts-Netzwerken. Nach dem Doktorat hat er in seiner Heimatstadt Trujillo die Organisation Minka aufgebaut.


Dr. Francisco San Martín setzt sich für eine gerechte Welt ein. Er hat in zahlreichen Entwicklungsprojekten tausende Menschen aus Armut befreit und nachhaltiges Einkommen und ein Leben in Würde ermöglicht. Während seines Studiums in Salzburg forschte er zu Wirtschafts-Netzwerken. Nach dem Doktorat hat er in seiner Heimatstadt Trujillo die Organisation Minka aufgebaut. Minka bedeutet auf Quechua, der Sprache der Inka-Nachfahren, Zusammenarbeit

 

San Martín Baldwin setzt sich seit über 30 Jahren für Gerechtigkeit, Freiheit und Entwicklung in seinem Heimatland ein. Zum Studium kam er nach Österreich: Francisco San Martín begann 1984 sein Magister-Studium in Salzburg welches er 1991 mit einer Diplomarbeit über den informellen Sektor seiner Heimatstadt Trujillo absolvierte. SEI SO FREI förderte zu dieser Zeit bereits das Eine Welt Stipendien Programm des Afro-Asiatischen Instituts in Salzburg. San Martín erhielt aus diesem Programm ein Stipendium. Es folgte ein Doktorat, das er 1995 mit seiner Dissertation über den kleinindustriellen Cluster der Schuhhersteller in Trujillo abschloss. Er war Gründer und Leiter der damals am AAI Salzburg angesiedelten Agentur für Reintegration, die sich zur Aufgabe gemacht hatte, Absolvent/innen beim Berufs-Start in ihrem Heimatland zu unterstützten. Neben einer guten akademischen Ausbildung, die anwendbar auf die peruanische Realität sein musste, wollte San Martín jedoch vor allem sein Heimatland positiv verändern. Daher gründete er bereits während des Studiums mit Freunden 1987 die peruanische Organisation „Minka“.

 

Minka: Zusammenarbeit auf Quechua

 

Heute ist Minka eine etablierte Organisation, die Kleinstunternehmen einer Region zu Netzwerken bzw. Wirtschaftsclustern zusammenführt. Minka ist ein Quechua Wort und bedeutet Zusammenarbeit oder auch Gemeinschaftsarbeit. "Unter Clusterbildung verstehen wir hier den Zusammenschluss kleiner und größerer Unternehmen einer Region zu einem kooperativen System, einem Wirtschaftscluster," erläutert San Martín. Peruanische Klein- und Kleinstbetriebe seien nicht allein aufgrund ihrer mangelnden Größe wenig effizient, ein zentrales Problem sieht der Gründer von Minka in der Isolation der Unternehmen. Minka hat mit Unterstützung von SEI SO FREI bisher Netzwerke in den Bereichen Schuhproduktion, biologische Landwirtschaft (insbes. Mango, Artischocken, Mais, Paprika sowie Milchwirtschaft), Wasserversorgung, Kunsthandwerk (u.a. Stein, Textilien) und Tourismus gegründet und begleitet.

 

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Dr. San Martín hat sein Leben den Menschen der Region im Norden Perus gewidmet. Insbesondere der Entwicklungsmöglichkeiten des informellen Sektors, der Klein- und Kleinstbetrieben, die in der Regel aus 1-2 Personen bestehen bzw. Familienbetrieben sind – sei es in der Landwirtschaft, im Handwerk, im Handel, Gastgewerbe oder Tourismus. Er hat nach seinem Studium in Österreich, die Entscheidung getroffen, für die Menschen in seinem Heimatland Peru da zu sein. Der außergewöhnliche persönliche Einsatz von Dr. San Martín liegt in der Gründung und Entwicklung von Minka zu einem anerkannten und etablierten Player der Regionalentwicklung in Peru.

 

Für sein Engagement und wichtige Arbeit in Peru wird Dr. Francisco San Martín mit dem Romero-Preis am 16. November 2018 ausgezeichnet - und zwar dort, wo vor 200 Jahren zu Weihnachten das erste Mal das Lied „Stille Nacht“ erklang: In Oberndorf bei Salzburg. Die Romero-Preisverleihung findet im Rahmen eines Festakts am Freitag, den 16. Nov. 2018, um 19.00 Uhr in der Aula der Sport Mittelschule Oberndorf „Leopold Kohr“, in  Oberndorf bei Salzburg statt.

 

 

Romero Heiligsprechung und Romero-Preis

 

Am 14. Oktober wird Erzbischof Oscar Romero in Rom heiliggesprochen.  Durch sein Engagement sollte der 1980 in San Salvador ermordete und 2015 von Papst Franziskus seliggesprochene Vertreter der Theologie der Befreiung "Vorbild für jeden katholischen Mann sein", betont Leopold Wimmer, Vorsitzender der Katholischen Männerbewegung Österreichs (KMBÖ). Die Katholische Männerbewegung vergibt nicht nur jährlich den Romero-Preis im Gedenken an Erzbischof Romero, sondern wird auch in Rom mit einer kleinen Delegation bei  seiner Heiligsprechung von Romero vor Ort dabei sein.

Der an den salvadorianischen Märtyrerbischof Oscar Romero erinnernde "Romero-Preis" wird seit 1980 von der Katholischen Männerbewegung an Personen vergeben, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit und Menschenrechte einsetzen. Der "Romero-Preis" ist Österreichs wichtigste Auszeichnung für herausragende Leistungen für Gerechtigkeit und Entwicklung in den Ländern des "Südens". Unter den Preisträgern finden sich Persönlichkeiten wie Bischof Erwin Kräutler, Waris Dirie und P. Josef Hehenberger.

Weitere Informationen und Kartenreservierung: www.seisofrei.at/romero

 

 

Unterernährungsprogramm der Salvatorianer und SEI SO FREI Wien

 

Im Juli 2018 besuchte der Missionsprokurator der Salvatorianer Lukas Korosec die St. Joseph Krankenstation in Namiungo, im Distrikt Tunduru im Süden von Tansania. In dieser Region sind heute nur noch die Salvatorianer als einzige Ordenskongregation tätig. Obwohl mittlerweile eine geteerte Straße von Dar es Salaam bis nach Songea führt, sieht man im Süden des Landes nur wenige Autos auf der Straße. Die große Mehrheit der Bevölkerung in dieser Region sind einfache Subsistenzbauern mit einem geringen Einkommen. Um insbesondere die Kinder und Mütter in dieser benachteiligten Region zu unterstützen, fördert SEI SO FREI der Erzdiözese Wien seit zwei Jahren ein Unterernährungsprogramm der Salvatorianer, unter der Leitung des Salvatorianers Bruder Fulmence Nkane mit Unterstützung von Dr. Joseph Ng’ombo.

unknownIm Rahmen dieses Programmes wurden im letzten Jahr knapp 1000 Säuglinge und Kinder untersucht. Die Säuglinge und Kleinkinder erhielten ergänzende Nahrungsmittel sowie Impfungen, die Mütter wurden zum Thema Unterernährung und Hygiene aufgeklärt. Exakt 193 der 978 untersuchten Kinder waren an der Schwelle zur Unterernährung, es gab Fälle von Marasmus (Eiweiß- und Kalorienmangel) sowie Kwashiorkor (Protein-Energie-Mangelernährung). Bei sieben Kindern wurde eine schwere Unterernährung festgestellt. Unterernährung und die daraus resultierenden Krankheiten wären vermeidbar, da in der Region Tunduru Nahrungsmittel wie Mais, Reis, Hirse, Bohnen und Waldfrüchte vorhanden sind. Allerdings fehlt der lokalen Bevölkerung teilweise das Wissen um Unterernährung durch eine ausgewogene Ernährung zu vermeiden. Für Menschen in Armut steigt gleichzeitig das Risiko von einfachen Infektionen.

Das Unterernährungsprogramm der Salvatorianer wird auch in Zukunft durch SEI SO FREI Wien gefördert. Neben kontinuierlichen Dorfbesuchen und Untersuchungen von Säuglingen und Kleinkindern involviert man auch die Gesundheitsbeauftragten der umliegenden sieben Dörfer von Namiungo im Rahmen von Seminaren. Aktuell ist etwa jedes 4. Kind in der Region von Mangelernährung betroffen. In Zukunft gilt es diesen Wert weiter nach unten zu korrigieren. Erste Erfolge gibt es allerdings bereits: waren im Zeitraum 2016-2017 noch 18 Kinder stark unterernährt, so waren es im letzten Zyklus schon nur mehr sieben Kinder.

 

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TrinkWasser - für eine gerechte Welt am FairStyria-Tag

Steirische Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse am 26.06, FairStyria-Tag, zum Thema Menschenrechte. Die Aktion SEI SO FREI präsentierte ihre TrinkWasser-Kampagne und ihren Einsatz für das Menschenrecht auf Wasser.

 

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Der FairStyria-Tag des Landes Steiermark bildet den Höhepunkt der Fairen Wochen in Graz. Rund 30 entwicklungspolitische Institutionen aus der Steiermark (u.a. SEI SO FREI) gaben einen Überblick über ihre Projekte der Entwicklungszusammenarbeit – mit dem Schwerpunkt Menschenrechte. Für Schulklassen wurden interaktive Führungen angeboten.

 

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Weitere Infos zu unserer Wasserkampagne: www.seisofrei.at/wasser

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