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Montag 24. September 2018

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NEWS / AKTUELLES

 

Unterernährungsprogramm der Salvatorianer und SEI SO FREI Wien

unknownIm Juli 2018 besuchte der Missionsprokurator der Salvatorianer Lukas Korosec die St. Joseph Krankenstation in Namiungo, im Distrikt Tunduru im Süden von Tansania. In dieser Region sind heute nur noch die Salvatorianer als einzige Ordenskongregation tätig. Obwohl mittlerweile eine geteerte Straße von Dar es Salaam bis nach Songea führt, sieht man im Süden des Landes nur wenige Autos auf der Straße. Die große Mehrheit der Bevölkerung in dieser Region sind einfache Subsistenzbauern mit einem geringen Einkommen. Um insbesondere die Kinder und Mütter in dieser benachteiligten Region zu unterstützen, fördert SEI SO FREI der Erzdiözese Wien seit zwei Jahren ein Unterernährungsprogramm der Salvatorianer, unter der Leitung des Salvatorianers Bruder Fulmence Nkane mit Unterstützung von Dr. Joseph Ng’ombo.

Im Rahmen dieses Programmes wurden im letzten Jahr knapp 1000 Säuglinge und Kinder untersucht. Die Säuglinge und Kleinkinder erhielten ergänzende Nahrungsmittel sowie Impfungen, die Mütter wurden zum Thema Unterernährung und Hygiene aufgeklärt. Exakt 193 der 978 untersuchten Kinder waren an der Schwelle zur Unterernährung, es gab Fälle von Marasmus (Eiweiß- und Kalorienmangel) sowie Kwashiorkor (Protein-Energie-Mangelernährung). Bei sieben Kindern wurde eine schwere Unterernährung festgestellt. Unterernährung und die daraus resultierenden Krankheiten wären vermeidbar, da in der Region Tunduru Nahrungsmittel wie Mais, Reis, Hirse, Bohnen und Waldfrüchte vorhanden sind. Allerdings fehlt der lokalen Bevölkerung teilweise das Wissen um Unterernährung durch eine ausgewogene Ernährung zu vermeiden. Für Menschen in Armut steigt gleichzeitig das Risiko von einfachen Infektionen.

Das Unterernährungsprogramm der Salvatorianer wird auch in Zukunft durch SEI SO FREI Wien gefördert. Neben kontinuierlichen Dorfbesuchen und Untersuchungen von Säuglingen und Kleinkindern involviert man auch die Gesundheitsbeauftragten der umliegenden sieben Dörfer von Namiungo im Rahmen von Seminaren. Aktuell ist etwa jedes 4. Kind in der Region von Mangelernährung betroffen. In Zukunft gilt es diesen Wert weiter nach unten zu korrigieren. Erste Erfolge gibt es allerdings bereits: waren im Zeitraum 2016-2017 noch 18 Kinder stark unterernährt, so waren es im letzten Zyklus schon nur mehr sieben Kinder.

 

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TrinkWasser - für eine gerechte Welt am FairStyria-Tag

Steirische Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse am 26.06, FairStyria-Tag, zum Thema Menschenrechte. Die Aktion SEI SO FREI präsentierte ihre TrinkWasser-Kampagne und ihren Einsatz für das Menschenrecht auf Wasser.

 

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Der FairStyria-Tag des Landes Steiermark bildet den Höhepunkt der Fairen Wochen in Graz. Rund 30 entwicklungspolitische Institutionen aus der Steiermark (u.a. SEI SO FREI) gaben einen Überblick über ihre Projekte der Entwicklungszusammenarbeit – mit dem Schwerpunkt Menschenrechte. Für Schulklassen wurden interaktive Führungen angeboten.

 

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Weitere Infos zu unserer Wasserkampagne: www.seisofrei.at/wasser

Hommage an Padre Gabriel Mejía in Wien

 

Am 23. April 2018 fand im Europasaal des Lateinamerika Instituts in Wien eine Veranstaltung zu Ehren vom Romero-Preisträger, Padre Gabriel Mejía, staat.

Der kolumbianische Botschafter, Jaime Alberto Cabal Sanclemente, und die Direktorin des Lateinamerika Institutes, Andrea Eberl, gratulierten Padre Gabriel Mejía zu seiner Nominierung zum World's Children's Prize 2018, der „Nobelpreis der Kinder”. „Dieser Preis wird seit 2000 in Stockholm für Bildungseinsätze für Kinder zu den Themen Demokratie und Rechte des Kindes verliehen“, sagte Mag. Wolfgang K. Heindl, Projektreferent von SEI SO FREI, der Padre Gabriel Mejía in Wien begleitete.

 

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Gemälde von KünstlerInnen aus Österreich und Lateinamerika standen im Saal zum Verkauf. Der Erlös kommt den Projekten von Padre Gabriel zu Gute.

 

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Bildunterschrift: (V.l.n.r): Claudia Calero de Cabal (Frau des kolumbianischen Botschafters), Jaime Alberto Cabal (kolumbianischer Botschafter in Wien), Padre Gabriel Mejía, Wolfgang Heindl (SEI SO FREI)

 

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Erzbischof Oscar Romero wird heiliggesprochen

unknownSan Salvador, 08.03.2018 (KAP/KNA) Die Heiligsprechung für den ermordeten Erzbischof von San Salvador, Oscar Romero (1917-1980), könnte nach Einschätzung des salvadorianischen Kardinals Gregorio Rosa Chavez am 21. Oktober stattfinden. Das berichtete die Tageszeitung "La Prensa Grafica" nach Angaben der deutschen Katholischen Nachrichten-Agentur KNA am Mittwoch. Rosa Chavez rief seine Landsleute demnach auf, die Heiligsprechung Romeros als Aufruf zur Versöhnung zu verstehen.

Zuvor hatte der Vatikan den Weg für eine Kanonisierung freigemacht. Laut einer Mitteilung vom Mittwoch erkannte Papst Franziskus ein auf Fürsprache Romeros erfolgtes Wunder an. Dies gilt als letzter Schritt in einem Heiligsprechungsverfahren. Wann die formelle Aufnahme in das Verzeichnis der katholischen Heiligen erfolgt, wurde noch nicht offiziell bekanntgegeben.

Die Regierung El Salvadors begrüßte die Entscheidung des Papstes: Das salvadorianische Volk sei Franziskus dankbar, teilte das Außenministerium in einer Stellungnahme mit. Romero hinterlasse ein unschätzbares Erbe.

Romero, ein Vertreter der Befreiungstheologie, geriet durch sein Eintreten für soziale Gerechtigkeit und politische Reformen in Opposition zur damaligen Militärdiktatur in El Salvador. Am 24. März 1980 wurde er während einer Messe am Altar erschossen. Sein Tod löste den Bürgerkrieg gegen die seit 1979 herrschende Militärjunta aus. Das 1994 begonnene Seligsprechungsverfahren für Romero zog sich lange hin, unter anderem weil aus kirchlicher Sicht zu klären war, ob die Todesumstände von politischen Motiven bestimmt waren oder die Kriterien eines Martyriums erfüllten. 2015 sprach die Kirche Romero selig.

 

Romero-Preis von SEI SO FREI

 

Erzbischof Oscar Arnulfo Romero von San Salvador wurde am 24. März 1980 wegen seines gesellschaftspolitischen Engagements für soziale Gerechtigkeit ermordert.

Der Romero-Preis von SEI SO FREI wurde bei der Herbstkonferenz der Katholischen Männerbewegung Österreichs 1980 in Würdigung dieses Engagements eingeführt.

Durch die Vergabe dieses Preises wird das gesellschaftspolitische und soziale Engagement des Preisträgers anerkannt und gestärkt.

Wer war Erzbischof Oscar Romero? Video auf Youtube


SEI SO FREI verleiht jährlich den wichtigsten Preis für Menschenrechte in Österreich, der mit 10.000 EURO dotiert ist.

 

Weitere Informationen zum Preis und die Preisträgerinnen und Preisträger finden Sie hier: Romero-Preis

 


Befreiungstheologe Casaldaliga wird 90

unknownBrasilia, 13.02.2018 (KAP/KNA) Der spanische Befreiungstheologe und emeritierte Bischof Pedro Casaldaliga wird am Freitag 90 Jahre alt. Er setzt sich seit Jahrzehnten für die Landrechte des indigenen Xervantes-Volkes ein, das seit den 1960er Jahren für eine Rückgabe ihres traditionellen Siedlungslandes im nordbrasilianischen Bundesstaat Mato Grosso kämpft. In Österreich wurde der Bischof 1989 für sein Engagement mit dem Romero-Preis von SEI SO FREI ausgezeichnet.

Casaldaliga ist neben Leonardo Boff der prominenteste Vertreter der Befreiungstheologie in Brasilien. Nur wenige Jahre nach Beginn der Militärdiktatur in Brasilien (1964-1985) wurde der 1928 bei Barcelona geborene Priester des Claretiner-Ordens in die Amazonasregion geschickt. Casaldaliga wurde bald durch sein Engagement für die Belange der armen Bauern, der Landlosen und der Indigenen bekannt. Mehrere Male versuchten die damals herrschenden Militärs, ihn auszuweisen.

Seine Unterstützung für die Befreiungstheologie Mittelamerikas, vor allem für die revolutionäre Bewegung in Nicaragua, brachte Casaldaliga, der ab 1970 an der Spitze der Prälatur Sao Felix stand, in den 1980er-Jahren in Konflikt mit dem Vatikan. So musste der Bischof 1988 in Rom beim damaligen Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Joseph Ratzinger, Bericht erstatten.

Internationale Anerkennung erlangte Casaldaliga durch zahlreiche Publikationen, darunter auch Gedichtbände. Anfang 2005 nahm Papst Johannes Paul II. sein Rücktrittsgesuch als Leiter der Prälatur Sao Felix an.

Casaldaliga leidet seit Jahren an Parkinson. Wegen Morddrohungen in Brasilien tauchte er im Dezember 2012 für drei Wochen unter. Regierungsbehörden hatten Informationen über einen geplanten Anschlag erhalten. Kurz zuvor hatte ihm die damalige Staatspräsidentin Dilma Rousseff einen wichtigen Menschenrechtspreis zugesprochen.

Besuch beim Nuntius

Gemeinsam mit unserem SEI SO FREI Projektpartner Exzellenz Bischof Samson Shukardin besuchten wir  seine Exzellenz Dr. Peter Stephan Zurbriggen in der Apostolischen Nuntiatur in Wien. Der Apostolische Nuntius begrüßte uns sehr freundlich und interessierte sich über die Entwicklungspolitische Aktionen der KMB - SEI SO FREI – in Pakistan  und in anderen Ländern. Er war von unserem Schulprojekt in Pakistan und der konkrete Projektarbeit vor Ort sehr angetan und betonte die Wichtigkeit solcher Projekte.

 

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